iPhone 4G - Selbstmord wegen Prototyp? (Update)

Ein Angestellter von Foxconn, die auch für Apple produzieren. wurde nach dem Verschwinden eines iPhone 4G-Prototypen von den Sicherheitsleuten der Firma mit Methoden verhört, die ihn vermutlich zum Selbstmord trieben.

von Georg Wieselsberger,
24.07.2009 13:13 Uhr

Wie Shanghaiist meldet, hat ein Mitarbeiter von Foxconn, der eine Lieferung von 16 Prototypen des iPhone 4G bearbeitete, Selbstmord begangen, indem er am 16. Juli von einem zwölf Stockwerke hohen Gebäude sprang. Einer der Prototypen war verschwunden und der Mitarbeiter habe die unerträglichen Verhörmethoden des Chefs der Sicherheitsabteilung nicht mehr ausgehalten.

Dazu gehörte, den Mitarbeiter alleine einzusperren, sein Haus zu durchsuchen und vermutlich Gewaltanwendung. Vor seinem Selbstmord hatte er einem Freund davon berichtet, wie er von den Sicherheitsleuten von Foxconn behandelt worden war und dabei auch erklärt, man habe "Hand an ihn angelegt", ohne Details zu nennen. Die Sicherheitsangestellten streiten dies jedoch ab.

Update 24. Juli 2009

Apple wartet zwar noch auf die Resultate einer offiziellen Untersuchung, Pressesprecher Steve Dowling betonte jedoch, dass man von jedem Zulieferer verlange, alle Mitarbeiter mit Würde und Respekt zu behandeln. Foxconn hat inzwischen einen Sicherheitsangestellten suspendiert, der in die Angelegenheit verwickelt ist und Informationen an die chinesischen Behörden weitergegeben. Man habe seine Angestellten nie angewiesen, Gesetze zu brechen oder Mitarbeiter zu belästigen, so Foxconn.

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