iPhone 6 Plus in der Hosentasche verbogen - #Bentgate (Update: Samung Galaxy Note 4 verbiegt sich auch)

Im Internet sind Beschwerden von Käufern des iPhone 6 Plus aufgetaucht, bei denen sich das Smartphone in der Hosentasche verbogen hat.

von Georg Wieselsberger,
12.10.2014 12:46 Uhr

Das Apple iPhone 6 Plus sorgt für #Bentgate. (Bildquelle: Macbidouille)Das Apple iPhone 6 Plus sorgt für #Bentgate. (Bildquelle: Macbidouille)

Update: Um die Geschichte um #bentgate zu einem Abschluss zu bringen, gibt es nun auch noch einen Biegetest mit dem neuen Samsung Galaxy Note 4. Wie das Video unter diesem Update zeigt, schlägt sich das neue Samsung-Flaggschiff nicht ganz so gut wie der Vorgänger Note 3. Während das Note 3 sich nicht verbiegen lies, sieht das beim Galaxy Note 4 etwas anders aus.

Dem gleichen Druck ausgesetzt verbiegt sich auch das Note 4 an exakt der gleichen Stelle wie das iPhone 6 Plus - allerdings deutlich weniger. Außerdem lässt sich das Galaxy Note 4 anschließend auch wieder »zurückbiegen«. Letztlich lassen sich wohl sehr viele Smartphones auf diese extreme Weise verbiegen, das iPhone 6 Plus scheint hier allerdings empfindlicher zu sein als andere Modelle. Ohne Misshandlung dürfte aber auch den Apple-Smartphone wohl nur in Ausnahmefällen etwas passieren.

Update: Auch wenn sich #Bentgate inzwischen etwas beruhigt hat, gibt es zumindest noch immer einige amüsante Fundstücke. In Berlin ist beispielsweise laut The Verge ein großes Werbeplakat für das iPhone 6 zu sehen, das ausgerechnet an der bekannten Stelle einen Knick aufweist und so an die Bilder der verbogenen iPhone 6 Plus erinnern. Auch der niederländische Provider KPN bewirbt das iPhone 6 ausgerechnet so, dass das Smartphone einen Knick aufweist. In beiden Fällen wurden die Bilder durch weitere Aufnahmen an der gleichen Stelle als echt bestätigt.

Dieses Plakat aus Berlin ist etwas unglücklich geformt (Bildquelle: Twitter/@taknil)Dieses Plakat aus Berlin ist etwas unglücklich geformt (Bildquelle: Twitter/@taknil)

Update: Die Verbraucherschützer von The Consumerist haben von einem Mitarbeiter in einem Apple-Repair-Center eine Anleitung erhalten, die bei der Beurteilung von Schäden bei iPhones helfen soll. Darin werden Defekte aufgeführt, die zwar repariert werden können, aber nicht unter die Garantie fallen und daher für den Kunden kostenpflichtig sind. Interessanterweise ist darin auch ein Foto eines neuen iPhone 6 Plus enthalten, das exakt an der Stelle verbogen ist wie auf den Bildern, die zuletzt im Internet für Aufsehen sorgten.

Der Apple Reparatur-Guide zeigt ein verbogenes iPhone 6 Plus (Bildquelle: The Consumerist)Der Apple Reparatur-Guide zeigt ein verbogenes iPhone 6 Plus (Bildquelle: The Consumerist)

Es sieht also so aus, als ob Apple dieses Problem im Vorfeld durchaus bekannt war. Allerdings zeigt ein 2 Jahre alter Guide ebenfalls ein verbogenes iPhone. Eventuell führt Apple also auch einfach nur alle denkbaren Beschädigungen auf. Ob Apple nun verbogene iPhone 6 Plus innerhalb der Garantie repariert oder aber wie im Guide auf eine Kostenübernahme des Kunden besteht, ist noch unklar.

Update: Wie cnet meldet, hat Apple inzwischen eine Stellungnahme zu #Bentgate herausgegeben. Darin betont Apple, dass die Gehäuse aus einem speziellen und gehärteten Aluminium bestehen und zudem durch Einsätze aus Stahl und Titan verstärkt sind. Diese Einsätze befinden sich laut dem Hersteller an den Stellen, die besonderer Belastung ausgesetzt sind. Zusammenbau und Materialien seien sehr sorgfältig nach Stärke und Widerstandsfähigkeit ausgewählt, außerdem führe man umfassende Tests durch, zu denen unter anderem auch ein Biegetest gehört.

»iPhone 6 und iPhone 6 Plus erreichen oder übertreffen unsere hohen Qualitätsstandards, um alltägliche, praxisbezogene Nutzung zu überstehen. Bei normaler Nutzung ist eine Biegung extrem selten und in den ersten sechs Verkaufstagen, haben insgesamt neun Kunden Apple wegen eines verbogenen iPhone 6 Plus kontaktiert“, so die Stellungnahme.

Update: Inzwischen sehen viele Betroffene den Grund für die verbogenen Smartphones in einer Schwachstelle des Gehäuses, die durch die Aussparung für die Lautstärke-Tasten entsteht. Unbox Therapy haben »im Namen der Wissenschaft« ein iPhone 6 Plus absichtlich verbogen, das Ganze als Video aufgezeichnet und bei YouTube eingestellt. Damit dann aber auch klargestellt ist, dass diese Behandlung bei anderen Smartphones nicht die selben Folgen hat, zeigt ein zweites Video, wie ein Galaxy Note 3 mit Plastikgehäuse dem gleichen Test unterzogen wird. Dabei ist zu sehen, wie sich das Samsung-Smartphone zwar während der starken Belastung sehr biegt, aber die Tortur wesentlich besser übersteht als das iPhone 6 Plus.

Originalmeldung: Das 5,5 Zoll große iPhone 6 Plus ist mit seinen gerade einmal 7,1 Millimetern sehr dünn - und wie manche Besitzer inzwischen vermuten, geht das auf Kosten der Stabilität des Smartphones. Zumindest melden einige Nutzer, die das iPhone 6 Plus in der Hosentasche trugen, dass sich das Smartphone dabei verbogen hat. Auf einigen Bildern, beispielsweise bei Macrumors, ist sogar ein deutlicher Knick zu sehen, der sich auch immer an der selben Stelle zu befinden scheint.

Die betroffenen iPhone-Besitzer hatten das Smartphone laut den Beschreibungen in eine vordere Hosentasche gesteckt. Vermutlich trat das Problem dann auf, als sie sich hinsetzten und damit Druck auf das Smartphone ausgeübt wurde - allerdings wohl nicht so viel, dass die Besitzer davon etwas bemerkten. Abgesehen von der Frage, ob man ein so großes Smartphone in der vorderen Hosentasche und ohne zusätzliches Case mit sich führen sollte, ist bislang nicht bekannt, ob es sich um ein Herstellungsproblem oder um mehrere Einzelfälle handelt. Im Internet gibt es zumindest schon wieder einen griffigen Hashtag für das Problem: #Bentgate. Diesen hat sich bereits der Konkurrent LG zu Nutze gemacht und verweist auf Twitter süffisant darauf, dass so etwas mit dem LG G Flex, das ab Werk ein gebogenes Display besitzt, nicht passiert wäre.

Bislang scheint Apple laut davon auszugehen, dass es sich um eine Beschädigung durch den Nutzer und nicht um einen Fehler des iPhone 6 Plus handelt. Zumindest behauptet ein französischer Nutzer laut Macbidoullie, dass Apple ihm für eine eventuelle Reparatur einen Kostenvoranschlag von 297 Euro genannt hat. Da das iPhone 6 Plus bisher vermutlich nur einen kleinen Anteil an den insgesamt 10 Millionen verkauften neuen Apple-Smartphones ausmacht, dürften erst die nächsten Wochen zeigen, ob es sich um ein größeres Problem handelt, wegen dem sich Apple Sorgen machen müsste.

Apple iPhone 6 (Plus) - Bilder ansehen


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