Isle of Tune - Sim City trifft Sequenzer im Browser

Komponieren ist kein Kinderspiel, posaunen die alten Musikgelehrten in ihren verstaubten Hörsälen. »Ist es doch!«, sagen wir und präsentieren Ihnen das Browser-Spiel Isle of Tune.

von Daniel Abel,
22.12.2010 14:50 Uhr

Isle of Tune möchte kein Computerspiel sein, es ist ein Musikinstrument. Zunächst bauen Sie eine Straße und platzieren Laternen, Blumen, Bäume und Wohnhäuser. Mit diesem Satz ist schon das ganze Aufbauspiel in Isle of Tune beschrieben. Aber etwas stimmt hier nicht, denken wir in den ersten Spielminuten. Uns beschleicht eine seltsame Unruhe, die bald an Penetranz gewinnt. Wir sammeln unsere Sinne, atmen tief durch und tasten Isle of Tune nun konzentriert nach der störenden Quelle ab. Und finden sie am Ende auch, oder anders formuliert: Wir finden keine Hintergrundmusik. Das hat uns also die ganze Zeit im vermeidlichen Aufbauspiel Isle of Tune verstört, keine Musik!

In dezenten Farben und einer minimalistischen Grafik verschmelzen Autos, Laternen und Blumen zu audiovisuellen Kunstwerken. In dezenten Farben und einer minimalistischen Grafik verschmelzen Autos, Laternen und Blumen zu audiovisuellen Kunstwerken.

In Isle of Tune werden Sie anders als in jedem Anno- oder Siedler-Ableger von keiner vordefinierten Melodie begleitet. Stattdessen generiert die Spielwelt selbst Musik, sobald Sie eines von maximal drei Autos auf den Straßen absetzen. Wenn Sie auf »GO« drücken, fahren alle Modellautos zur gleichen Zeit los und machen Töne, wenn sie links oder rechts ein Objekt wie zum Beispiel eine Laterne passieren. Sie können die Objekte vorher im wahrsten Sinn stimmen, indem Sie ihnen einen bestimmten Ton zuordnen. Die unterschiedlichen Klangkörper besitzen dabei spezifische Bandbreiten an Tönen. Die Laternen schlagen beispielsweise Schlagzeugklänge an, während Blumen die Tasten eines Elektropianos imitieren. Die Bedienung von Isle of Tunes ist kinderleicht: Mit einem simplen Mausklick definieren Sie, ob ein Ton etwa direkt, leicht verzögert oder zweimal hintereinander erklingen soll, und komponieren somit komplexe Musikstücke.

Isle of Tunes ist ein Musikbaukasten, in dem kreative Geister eine unbegrenzte melodische Vielfalt komponieren, während sie in einer charmanten Pastelloptik das minimalistische Bild einer Vorstadt zeichnen. Das Endprodukt ist immer Kunst, es kann nicht anders.


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