James Bond 007: Blood Stone - Conviction Royale

James Bond ist eine der Ikonen des Actionkinos, dennoch hat er es in Spielen nur selten zu größeren Ehren gebracht. Bizarre Creations arbeitet derzeit daran, dies endlich zu ändern.

von Stefan Dworschak,
18.08.2010 12:34 Uhr

»Wir wollen, dass der Spieler sich fühlt wie Daniel Craig.« Unter diesem Motto steht die Präsentation des Actiontitels James Bond 007: Blood Stone von Bizarre Creations. James Bond bedeutet für die Entwickler neben Action, schnellen Autos und gewaltigen Explosionen – seit Craig die Hauptrolle spielt – auch die dunkle, hässliche Seite der Agentenwelt. Blood Stone spiegelt diesen Wandel in der Spielmechanik wieder.

Debut-Trailer zu James Bond: Blood Stone 1:32 Debut-Trailer zu James Bond: Blood Stone

Sie können zwar wild feuernd durch die Levels fegen, doch liegt die Stärke des gewandten Briten eher darin, à la Sam Fisher aus Splinter Cell: Conviction seine nichtsahnenden Gegner von hinten zu packen und unbemerkt auszuschalten. Wie der gebrochene Ex-Kollege erhält er dafür einen Bonus, mit dem er anschließend mit einem einzigen Schuss Gegner beseitigt. Anstatt »Markieren und Ausschalten« nennt sich diese Funktion in Blood Stone »Focus Aim«, Funktion und Zwecks sind jedoch vergleichbar.

Beim dunklen Ritter von Batman: Arkham Asylum hat sich Bond für sein Abenteuer ebenfalls bedient. Sein Smartphone, die einzige technische Spielerei im gesamten Spiel, vermittelt ihm ähnliche Übersicht wie Batmans Detektivmodus. Indem er durch Wände Gegner und wichtige Gegenstände erkennt, kann er seine Route von Deckung zu Deckung genau planen. Dauerhaft am Telefon zu kleben funktioniert jedoch nicht, kann Bond in dieser Ansicht doch nicht schießen. In Istanbul - der Mission aus unserer gamescom-Präsentation - bahnt er sich so seinen Weg über eine Großbaustelle bis er schließlich unterirdisch die Zielperson findet. Die Mission endet actionreich in der Flucht vor einem riesigen Tunnelbohrer samt spektakulärem Fotofinish.

Der Agent ihrer Majestät ist allerdings nicht nur per pedes unterwegs. In Sibirien rast er mit einem Aston Martin einem Zug hinterher, während um ihn herum eine Industrieanlage im Explosionsinferno versinkt. Hier könnte auch Pierce Brosnan am Steuer sitzen.

Bizarre Creations (Project Gotham Racing) baut natürlich auch in Blood Stone Auto-Sequenzen ein.Bizarre Creations (Project Gotham Racing) baut natürlich auch in Blood Stone Auto-Sequenzen ein.

Spielerisch variiert Blood Stone in den gezeigten beiden Levels bekannte Versatzstücke, der Schwerpunkt liegt auf der Inszenierung. Die ist mit den englischen Originalstimmen gut gelungen, auch wenn die Mimik noch zu wünschen übrig lässt. Dasselbe gilt für die Texturqualität, die auf dem PC jedoch höher ausfallen sollte, als in dieser frühen Xbox 360-Version. Die Bewegungsanimationen können hingegen überzeugen. Kein Wunder, stammen sich doch von Daniel Craigs Stuntdouble. In dieser Hinsicht ist das Gefühl bereits da.


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