Kanada - Knoblauch gegen Internet

Ein Farmer in Kanada, der seit Jahrzehnten Koblauch anbaut, befürchtet das schlimmste für die Knollen, wenn in seiner Nähe ein Internet-Provider einen Turm zur Datenübertragung per Mikrowelle bauen darf.

von Georg Wieselsberger,
18.09.2009 15:42 Uhr

In der kanadischen Provinz Nova Scotia (Neuschottland) findet zurzeit eine Auseinandersetzung statt, bei der sich Knoblauch und schnelle Internet-Datenübertragung als Kontrahenten gegenüberstehen. Der Provider EastLink will in der ländlichen Gegend Bay of Fundy Türme errichten, die Kunden, die per Kabel nicht erreichbar sind, durch Mikrowellen ans Internet anbinden.

Ein Bauer, der seit den 70er-Jahren dort Knoblauch anbaut, fürchtet, dass dies die DNA des Knoblauchs verändert. Er sei damals vor der Umweltverschmutzung geflüchtet und die Strahlung der Türme sei nichts anderes. Den Gemeinderat konnte er zunächst davon überzeugen, den Turm in seiner Nähe nicht bauen zu lassen, doch EastLink geht gegen diese Entscheidung vor. Die von dem Turm ausgehende Belastung ist selbst laut einem Vertreter des Gemeinderates 60.000 Mal geringer als die erlaubten Grenzwerte für Bio-Farmen. Daher dürfte letztendlich der Knoblauch dem Internet unterliegen.

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