Kickstarter - Mutmaßlicher Betrug: US-Bundesstaat reicht Klage ein

Eigentlich war die Kickstarter-Kampagne zum Kartenspiel Asylum erfolgreich - dennoch haben die Unterstützer bis heute keine der versprochenen Belohnungen erhalten. Nun hat der US-Bundesstaat Washington Klage eingereicht.

von Tobias Ritter,
05.05.2014 12:21 Uhr

Nachdem es eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne versäumte, die Belohnungen für ihre Unterstützer im versprochenen Zeitraum auszuliefern, hat der US-Bundesstaat Washington nun Klage eingereicht.Nachdem es eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne versäumte, die Belohnungen für ihre Unterstützer im versprochenen Zeitraum auszuliefern, hat der US-Bundesstaat Washington nun Klage eingereicht.

Über 25.000 US-Dollar konnte ein Kartenspiel im Oktober 2012 über die Crowd-Funding-Plattform kickstarter.com einspielen. Reichlich Geld möchte man meinen, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass ursprünglich lediglich 15.000 US-Dollar für die Umsetzung des Projekts mit dem Namen Asylum angesetzt waren.

Dennoch halten die insgesamt 810 Unterstützer der entsprechenden Kickstarter-Kampagne bis heute absolut nichts in den Händen: Die eigentlich für Dezember 2012 versprochenen Kickstarter-Rewards, darunter durch den serbischen Künstler Milan ?olovi? signierte Kartendecks und Konzeptzeichnungen, wurden bisher noch nicht ausgeliefert. Und mittlerweile ist seit Verstreichen des angekündigten Datums über ein Jahr vergangen.

Und das ruft nun laut polygon.com den US-Bundesstaat Washington auf den Plan. Aufgrund eines mutmaßlichen Betrugs an den Unterstützern der Asylum-Kampagne verklagte der Bundesstaatsanwalt Bob Ferguson nun nämlich Altius Management und dessen Geschäftsführer Ed Nash. Als spezifischen Grund führt man einen Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen von Kickstarter an, denen zufolge Unterstützer einer Crowd-Funding-Kampagne ein Anrecht auf die ihnen zugesicherten Belohnungen haben.

Gefordert wird nun ein Bußgeld in Höhe von 2.000 US-Dollar pro Verstoß gegen das Konsumentenschutzgesetz. Außerdem muss der Beklagte, sofern denn eine Verurteilung stattfindet, für die Gerichtskosten des Staates und die Anwaltsgebühren aufkommen.

Sollte es tatsächlich zu einer Verurteilung von Nash und seiner Firma kommen, dürfte das einige Auswirkungen auf die bisher unregulierte Crowd-Funding-Branche haben. Immerhin ist Asylum nicht das erste Kickstarter-Projekt, das seine Unterstützer nach erfolgreicher Beendigung seiner Kampagne im Regen stehen lässt. Ähnliche Fälle gab es bereits rund um Code Hero und Clang.


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