»Killerspiele« - Bayern fordert weiterhin ein Verbot

Am 1. Juli 2008 ist bekanntlich die Verschärfung des hiesigen Jugendschutzgesetzes in Kraft getreten.

von Andre Linken,
01.09.2008 18:08 Uhr

Am 1. Juli 2008 ist bekanntlich die Verschärfung des hiesigen Jugendschutzgesetzes in Kraft getreten. Allerdings reicht dies einigen deutschen Politikern noch immer nicht aus. Der Freistaat Bayern respektive das bayerische Innenministerium fordert im Rahmen einer offiziellen Pressemitteilung weiterhin ein komplettes Verbot der sogenannten »Killerspiele«.

Joachim Hermann, seines Zeichens bayrischer Innenminister, bezeichnet beispielsweise die vorgenommenen Änderungen als Minimalkorrektur und stuft den Jugendschutz in Deutschland als "unzureichend" ein. Gemeinsam mit dem Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen Christian Pfeiffer prangert Hermann die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle an und fordert eine Indizierung brutaler Spiele.

Damit allerdings nicht genug: In der Pressemitteilung fordert das bayrische Innenministerium sogar ein »klares Herstellungs- und Verbreitungsverbot virtueller Killerspiele«. Hermann greift teilweise zu drastischen Formulierungen und fährt fort: »Wir werden weiter für ein Darstellungs- und Verbreitungsverbot solch Ekel erregender Spiele kämpfen. Menschenverachtende, grausame Gewalttätigkeiten, bei denen der Spieler auch noch Pluspunkte dafür erhält, dass er seine Gegner auf möglichst grausame Weise zu Tode quält, gehören weder in Kinder- noch in Erwachsenenhände, sondern schlichtweg verboten. Es gibt kein Recht auf den Konsum von exzessiver Gewalt.«


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