»Killerspiele«-Demonstration - Politiker bekennen sich zu Spielekultur

Das Aktionsbündnis Spielekultur ruft zur deutschlandweiten Demonstration für die Jugendkultur Gaming auf. An ihrer Seite befinden sich zahlreiche Politiker.

von Peter Smits,
24.07.2009 13:44 Uhr

Das Aktionsbündnis Jugenkultur ruft für Samstag, den 25. Juli 2009, zu einer bundesweiten Demonstration für die Spielekultur auf. Unter dem Motto »Wir sind Gamer!« haben die Veranstalter in den Städten Berlin, Karlsruhe und Köln Demonstrationen organisiert und rufen jeden Spieler auf, sich ihnen anzuschließen. Der Grund für die öffentliche Demonstration ist der Umgang von Politikern mit der Jugendkultur Gaming: »Wir sehen es nicht ein, dass viele Politiker sich mit der Jugendkultur Gaming nicht auseinandersetzen, sondern sie als Allzweck-Sündenbock im Vorfeld der Wahlen missbrauchen.«

Das Team um Norman Schlorke hat einige Politker für die »Wir sind Gamer!«-Demonstration gewinnen können. Zu den Rednern auf den einzelnen Kundgebungen gehören Jörg Tauss (Piratenpartei), Axel Gonder (Die LINKE), Alexander Lipowski (FDP), Fabian Weißbarth (SPD) und Benedikt Lux (Bündnis 90/Die Grünen).

Am Samstag starten die Demonstrationen in den drei Städten an folgenden Punkten:

  • Start Berlin: Pariser Platz / Brandenburger Tor, 14 Uhr, Abschlusskundgebung: Neptunbrunnen / Alexanderplatz, ca. 16 Uhr
  • Start Karlsruhe: Stephanplatz, 14 Uhr, Abschlusskundgebung: Stephanplatz, ca. 16 Uhr
  • Start Köln: Neumarkt, 14 Uhr, Abschlusskundgebung: Roncalliplatz, ca. 16 Uhr

Online-Petition gegen HerstellungsverbotOnline-Petition gegen Herstellungsverbot

Im Zuge der Demonstration bekennen sich immer mehr Politiker für Spielekultur und gegen Hetze. So haben sich die beiden Bündis 90/Die Grünen Politker Kai Gehring und Grietje Staffelt in einer Pressemitteilungen an die Medien gewandt: »Computer- und Videospiele sind kreatives Kulturgut und wichtiger Teil heutiger Jugendkultur und müssen so verstanden werden, anstatt sie immer wieder zum Sündenbock für gesellschaftliche Probleme zu machen.«

Spieler in Deutschland gewinnen an Selbstvertrauen. Erst kürzlich startete Peter Schleußer eine offizielle Online-Petition auf der Internetseite des Deutschen Bundestags. In der Petition spricht sich Schleußner gegen die Entscheidung der Innenministerkonferenz vom 05. Juni 2009 aus, in der ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot für »Killerspiele« beschlossen wurde. Die Petition hatte am 14. Juli 2009 den »Meilenstein« von 50.000 Unterschiften erreicht, weshalb sich der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags in einer öffentlichen Sitzung mit dem Thema befassen muss.

Weitere Informationen zu der Demonstration finden Sie auf www.WirSindGamer.de.

» Weitere Informationen über »Killerspiele«


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