Kingdoms and Castles - Crowdfinanzierung funktioniert: Unterstützer verdoppeln ihr Investment

Nur einen Monat nach Release haben die Entwickler von Kingdoms and Castles einen Umsatz von einer Million Dollar gemacht - und beteiligen Crowdfinanzierer am Gewinn.

von Sandro Odak,
12.08.2017 15:50 Uhr

Pixeliger Mittelalter-Stadtsimulator: Kingdoms and Castles wurde über das Internet finanziert. Investoren bekommen nun erstmals Geld ausbezahlt.Pixeliger Mittelalter-Stadtsimulator: Kingdoms and Castles wurde über das Internet finanziert. Investoren bekommen nun erstmals Geld ausbezahlt.

Die Crowdfinanzierungsplattform Fig.co operiert ähnlich wie Kickstarter: Fans können über das Internet einem Entwickler Geld für ein Projekt vorschießen. Der große Unterschied zu Kickstarter ist, dass sie nicht einfach nur Kunden und Fans sind, sondern Investoren werden können.

Der erste erfolgreiche Fig-Titel zeigt nun, dass Internet-Investment wirklich funktioniert. Im Januar sammelten die Entwickler Lion Shield über die Plattform 108.000 Dollar - eigentlich wollten sie nur $15.000. Im Juli erschien das Fantasy-Aufbauspiel Kingdoms and Castles und jetzt, noch nicht mal einen Monat später, haben die Entwickler bereits einen Umsatz von über einer Million Dollar gemacht - und damit erstmals Investoren ausbezahlen können.

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Investoren können sich freuen

Wer Anfang des Jahres in den mittelalterlichen City-Builder investierte, hat sein Investment jetzt schon verdoppelt: Mehr als 100% Gewinn haben Inhaber der sogenannten Game Shares (Spiele-Aktien) bereits eingefahren.

Noch besser für sie: In einer Pressemitteilung schreibt die Firma, dass das erst der Anfang sei. Die frühen Unterstützer werden noch drei Jahre lang an allen Umsätzen beteiligt, sei es aus Spieleverkäufen, Publisherverträgen oder auch Vorschüssen.

Kingdoms and Castles - Gameplay-Trailer zur Städtebau-Simulation im Mittelalter 1:26 Kingdoms and Castles - Gameplay-Trailer zur Städtebau-Simulation im Mittelalter

Ein besonders schneller Fall

Klingt beeindruckend, nicht wahr? Sie sollten jedoch nicht immer damit rechnen, so einen schnellen Gewinn einzufahren.

Wie PCGamer schreibt, hatte Kingdoms and Castles einfach nur das Glück, relativ schnell fertig geworden zu sein. Die Wahrheit ist: Als Lion Shield die Fig-Kampagne startete, war das Spiel schon so gut wie fertig - es fehlte nur noch der letzte Schliff.

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Andere Spiele, zum Beispiel das 2015 und 2016 finanzierte Psychonauts 2, sind in einem ganz anderen Stadium der Entwicklung. Investoren haben das Risiko, noch Jahre auf eine Gewinnausschüttung zu warten - oder im schlimmsten Fall gar keinen Gewinn zu machen.

Bevor Sie nun also losziehen und mit Geld nach Entwicklern werfen (das Mindest-Investment beträgt übrigens 1.000 Dollar) - machen Sie sich genau Gedanken darüber, ob Sie das Geld benötigen oder nicht. Und lesen Sie natürlich weiterhin GameStar. Wir versuchen immer, Sie vor einer Fehlinvestition zu bewahren - sei es als Käufer oder als Investor.

Kingdoms and Castles gibt es für 9,99€ auf GOG.com* und Steam.

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