Konto- und Patientendaten bei Ebay

von Michael Trier,
24.03.2003 16:50 Uhr

Die Datenschutzbeauftragte von Nordrhein-Westfalen, Bettina Sokol, hat zu größerer Sorgfalt beim Verkauf gebrauchter PCs gemahnt. Denn einige gängige Betriebssysteme ließen anch einem einfachen Löschvorgang einen Großteil der Daten unversehrt. Selbst manche Formatierungsroutinen böten späteren Besitzern oftmals die Möglichkeit, etwa persönliche Daten des Verkäufers zu rekonstruieren. Schon im Januar 2003 hatten die Wissenschaftler Simson Garfinkel und Abhi Shelat das Sicherheitsrisiko durch gebrauchte PCs und Komponenten getestet. Dazu untersuchten die zwei US-Amerikaner 158 unter anderem bei Ebay gekaufte Festplatten. Nur auf zwölf der Speichermedien konnten die Forscher keine Daten wiederherstellen. Auf den anderen Platten fanden sie Liebesbriefe, Kreditkartennummern, pornografisches Material oder sogar Patientendaten -- die entsprechende Harddisk hatte Dienst in einem Krankenhaus getan. Die brisanteste Entdeckung: Eine ursprünglich in einem Geldautomaten eingebaute Harddisk enthielt noch Kontonummern, Kontostände und einen Teil der von der Bank verwendeten Software.


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