Kryptowährung - Microsoft sperrt Bitcoins als Zahlungsmethode – und aktiviert sie wieder

Wegen mangelnder Stabilität hat Microsoft kürzlich Bitcoin als Währung im MS-Store deaktiviert. Mittlerweile könnt ihr aber wieder mit Bitcoin bezahlen.

von Sara Petzold,
12.01.2018 16:25 Uhr

Bitcoin als Zahlungsmittel? Das war im Microsoft-Store vor kurzem nicht mehr gestattet.Bitcoin als Zahlungsmittel? Das war im Microsoft-Store vor kurzem nicht mehr gestattet.

Im offiziellen Microsoft-Store galten sie zunächst als zulässiges Zahlungsmittel, bevor der Microsoft am 09. Januar die Annahme kurzzeitig verweigerte. Mittlerweile hat der Konzern allerdings verkündet, dass Kunden ab sofort wieder mit Bitcoins zahlen können.

Starke Kursschwankungen schuld an Bitcoin-Sperrung

Laut Berichten von Thenextweb und Fortune hatte Microsoft zunächst Bitcoins als Zahlungsmittel deaktiviert und mit einer entsprechenden Fehlermeldung über die Entscheidung informiert. Gegenüber BleepingComputer begründete Microsoft diese Entscheidung mit den starken Schwankungen des Bitcoin-Kurses im Dezember 2017.

Zum damaligen Zeitpunkt war der Kurs um 20 Prozent eingebrochen, nachdem es zu Diskussionen über Probleme bei der Sicherheit und Infrastruktur gekommen war - insbesondere die langen Transaktionszeiten sowie hohe Gebühren sorgen für Kurseinbrüche.

Mittlerweile hat Microsoft laut news.com.au Bitcoins als Zahlungsmittel im eigenen Store nach internen Tests wieder reaktiviert. In einer Stellungnahme erklärte der Konzern:

"Wir haben Bictoin als Zahlungsmittel in unserem Store wiederhergestellt, nachdem wir mit unserem Provider daran gearbeitet haben, dass kleinere Bitcoin-Mengen durch unsere Kunden einlösbar sind."

Über ihr Microsoft-Konto können Verbraucher im Menü Zahlungsoptionen Bitcoins einlösen und den entsprechenden Betrag über eine virtuelle Brieftasche als Zahlungsmittel nutzen. Eine ausführliche Anleitung dazu stellt Microsoft auf der Support-Webseite zur Verfügung.

Microsoft steht mit Bitcoin-Verweigerung nicht alleine da

Für Microsoft ist die kurzzeitige Sperrung von Bitcoin im Januar 2018 nicht die erste Verweigerung dieser Art: Nachdem der Konzern Ende 2014 erklärte, Bitcoins als Zahlungsmittel offiziell akzeptieren zu wollen, entschied sich Microsoft zunächst im Oktober 2015 und im März 2016 für einen Bitcoin-Stopp. Der währte allerdings jeweils ähnlich kurz wie im aktuellen Fall.

Demgegenüber hat Valve sich im Dezember dazu entschieden, Bitcoins als Zahlungsmittel auf der Spieleplattform Steam dauerhaft nicht mehr zu akzeptieren. Ebenso wie Microsoft gab auch Valve als Grund die starken Kursschwankungen der Kryptowährung an. Die Steam-Community reagierte enttäuscht – ob Valve allerdings langfristig in Microsofts Fußstapfen tritt und Bitcoin als Währung reaktiviert, bleibt abzuwarten.


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