Kurioses: Biometrische ID-Karten ohne Lesegeräte - Britisches ID-Karten-Programm

Großbritannien gerät immer wieder in die Schlagzeilen, sei es durch die rigorose Überwachung, den Verlust von Datenträgern bei gleichzeitiger Datensammelwut und durch das bei den Bürgern extrem unpopuläre ID-Karten-Programm.

von Georg Wieselsberger,
09.02.2009 10:15 Uhr

Großbritannien gerät immer wieder in die Schlagzeilen, sei es durch die rigorose Überwachung, den Verlust von Datenträgern bei gleichzeitiger Datensammelwut und durch das bei den Bürgern extrem unpopuläre ID-Karten-Programm. Das Projekt, dass über 5 Milliarden Euro verschlingt, läuft bereits seit November 2008 mit mehreren Zehntausend an Einwanderer ausgegebenen Karten. Diese enthalten einen Chip, auf dem persönliche Daten sowie biometrische Scans von Gesicht und Fingerabdrücken gespeichert sind. Wie Silicon.com meldet, hat der Plan der Regierung nur einen kleinen Haken: Keine einzige Behörde Großbritanniens besitzt Lesegeräte für die ID-Karten, es gibt noch nicht einmal einen Zeitplan für deren Herstellung oder Verteilung. Sicherheitsexperten und die Opposition bezeichnen das ID-Karten-Projekt daher als Farce, Geld- und Zeitverschwendung. Bisher gibt es in Großbritannien weder Ausweis- noch Meldepflicht.

Täglich aktuelle Hardware-News? Jetzt Newsletter bestellen!


Kommentare(13)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.