League of Legends - Sponsor G2A wehrt sich gegen Turnier-Verbannung

Riot Games hat den Keyseller G2A als Sponsor von den World Championships 2015 in League of Legends verbannt. Der offizielle Grund ist, dass das Unternehmen auf seiner Webseite für verbotene Dienstleistungen einiger Drittfirmen warb.

von Tobias Ritter,
09.10.2015 16:05 Uhr

Auf den World Championships in League of Legends darf der Keyseller G2A nicht mehr werbend tätig werden. Die Anordnung von Riot Games betrifft zahlreiche gesponserte Profi-Teams.Auf den World Championships in League of Legends darf der Keyseller G2A nicht mehr werbend tätig werden. Die Anordnung von Riot Games betrifft zahlreiche gesponserte Profi-Teams.

Update vom 9. Oktober 2015: G2A hat mit einer offiziellen Stellungnahme auf die Entscheidung des Entwicklerstudios Riot Games reagiert, das Unternehmen als Sponsor auf League of Legends Weltmeisterschaften 2015 zu verbieten. Die Aktion sei ein aggressiver Angriff auf die weltweite E-Sport-Community, heißt es. Und das ausgelöst durch den fehlgeschlagenen Versuch, die Dominanz und die Kontrolle der Industrie an sich zu reißen.

"Diese Verbannung hat das Potenzial, sich negativ auf alle E-Sportler auszuwirken, insbesondere während dieser fabelhaften Zeit, in der die Hoffnungen auf großartige E-Sport-Events so immens groß sind."

Ob diese Stellungnahme etwas an der Entscheidung des League-of-Legends-Entwicklers ändert, darf jedoch angezweifelt werden.

Ursprüngliche Meldung: Rund um populäre Spiele wie World of Warcraft, Diablo 3 und League of Legends hat sich in den vergangenen Jahren eine wahre Schattenwirtschaft etabliert: In einer rechtlichen Grauzone agierend, bieten immer mehr Drittunternehmen Dienstleistungen wie Elo-Boosts, das Hochleveln von Charakteren oder direkt irgendwelche In-Game-Gegenstände gegen Echtgeld zum Kauf an.

Auch die früher eigentlich nur als Keyseller tätige Firma G2A ist nun jedoch auf der schwarzen Liste eines Entwickler gelandet: Auf seiner Webseite hatte das Unternehmen Dienstleistungen einer anderen Firma beworben, die hochgelevelte Accounts für League of Legends und Elo-Boosting-Services anbot. Beides stellt einen Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen des Spiels und die Regeln der World-Championships dar.

Riot Games hat deshalb nun sämtliche professionellen Teams, die sich von G2A sponsern lassen, dazu aufgerufen, alle Hinweise auf das Unternehmen von ihren auf den League of Legends Weltmeisterschaften 2015 verwendeten Merchandise-Artikeln zu entfernen. Betroffen sind unter anderem Cloud9, Counter Logic Gaming, H2K und paiN Gaming - sie alle kamen der Aufforderung bereits nach.

G2A selbst hat zwischenzeitlich mitgeteilt, das Sponsoring von E-Sport-Teams komplett einstellen zu wollen, sollte es zu keiner Beilegung des Streits mit Riot Games kommen. Sollte das tatsächlich eintreffen, wäre G2A bereits der zweite Keyseller, der sich aus dem Sponsoren-Geschäft im E-Sport zurückzieht. Der Konkurrent Kinguin hat vor einiger Zeit bereits seine Zusammenarbeit mit Fnatic, Team SoloMid, Nihilum und Enemy eingestellt, nachdem es eine interne Firmenumstrukturierung gab.

Riot Games hat die gesamte Geschichte mittlerweile übrigens bestätigt. In einer auf Reddit veröffentlichten Stellungnahme heißt es, dass man sich die Entscheidung nicht leicht gemacht habe und dass man zuvor wochenlang gemeinsam mit G2A nach einer Lösung gesucht habe. Man habe zwar vermeiden wollen, den Teams finanzielle Einbußen zu bescheren, aber es sei einfach kein gemeinsamer Nenner zu finden gewesen.

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