Leap Motion & Oculus Rift - Die eigenen Hände in der virtuellen Welt

Der Hersteller der Leap-Motion-Controllers arbeiten an einer Version, die VR-Headsets wie Oculus Rift unterstützen soll.

von Georg Wieselsberger,
30.08.2014 09:48 Uhr

Leap Motion arbeiten an neuen Sensoren, die die Hände des Nutzers in virtuelle Welten integrieren.Leap Motion arbeiten an neuen Sensoren, die die Hände des Nutzers in virtuelle Welten integrieren.

Bisher wird der Controller von Leap Motion zur Gestensteuerung eingesetzt und kann beispielsweise einen Touchscreen ersetzen. Die darin verbaute Technik nutzt ähnlich wie der Kinect-Controller Infrarotsensoren, um die Hände des Nutzers und deren Bewegungen zu erkennen. Laut Hersteller kann der Controller aber auch ganz anders eingesetzt werden: als »Auge« für Virtual-Reality-Headsets wie Oculus Rift. Dabei wird der kleine Controller außen an der Vorderseite des VR-Headsets angebracht. Leap Motion bietet dafür Entwicklern nun auch eine passende Halterung an.

Mit einer speziellen Software können dann die Hände des Nutzers erkannt und mit einem virtuellen Skelett versehen werden. Das Blickfeld der Sensoren ist größer als das des VR-Headsets, so dass die Daten über die Postion der Hände auch dann vorliegen, wenn sie gar nicht zu sehen wären. VR-Software könnte diese Informationen dann weiterverarbeiten und ganz neue Möglichkeiten der Interaktion mit virtuellen Gegenständen und Welten bieten. Für den besten Effekt müssen die Hände des Nutzers dann nur in das virtuelle Bild integriert werden.

Allerdings gibt es bei der aktuellen Version noch das Problem, dass die reinen Infrarotsensoren nicht in der Lage sind, ein farbiges Bild zu liefern. Die eigenen Hände in Graustufen in einem farbigen Bild zu sehen, dürfte aber die Immersion deutlich stören. Doch Leap Motion hat bereits einen erste Version eines neuen Sensors mit dem Codenamen »Dragonfly« entwickelt Dieser Sensor bietet neben einer deutlich höheren Auflösung und einem erweiterten Blickfeld auch noch Farbsensoren, die das Infrarotbild ergänzen. Gleichzeitig kann neben den Händen so auch das Bild der realen Umgebung in Farbe erkannt und im VR-Headset beliebig mit virtuellen Elementen gemischt werden. Auch hier dürfte es interessante Einsatzmöglichkeiten geben.


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