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Legendäre Studios: Interplay - Teil 1: Der Aufstieg

Die Fallout-Geburtswiege begann als Garagenstudio, bescherte uns jedoch bald Klassiker wie Wasteland und The Bard’s Tale.

von Heinrich Lenhardt,
04.11.2015 11:00 Uhr

Zarte 20 Jahre war Brian Fargo alt, als er 1983 Interplay Productions gründete. Doch zu dem Zeitpunkt hatte der Hobbyprogrammierer und erklärte Fantasy- sowie Science-Fiction-Fan schon einiges mitgemacht: mit 18 ein Spiel veröffentlicht und die erste Firma gestartet, diese dann für 5.000 Dollar an seinen Schulfreund Michael Boone verkauft. Als dieser spontan aus dem Softwaregeschäft ausstieg, waren die Mitglieder des kleinen Boone-Programmierteams arbeitslos.

Brian Fargo verkaufte 1982 sein Basic-Abenteuerspiel The Demon’s Forge im Selbstvertrieb.Brian Fargo verkaufte 1982 sein Basic-Abenteuerspiel The Demon’s Forge im Selbstvertrieb.

Doch der findige Fargo zog rasch Auftragsarbeiten vom Lexikon-Verlag World Book Encyclopedia an Land: »Ich konnte Interplay als Firma starten, weil es einen Vertrag gab, um Lernsoftware zu entwickeln. Das war nicht unbedingt das, was ich machen wollte, aber damit bezahlte ich meine Rechnungen.« Was er machen wollte, das waren natürlich Computerspiele.

Schon als Teenager tummelte sich Brian Fargo in Spielhallen und an »Dungeons & Dragons«-Tischen, zuhause zockte er mit den frühen Konsolen Magnavox Odyssey und Atari 2600. Er wischte typische Nerd-Klischees beiseite und war auch in den Sportteams seiner Schule erfolgreich, als Football-Spieler und Leichtathlet. Seine Laufleistungen waren so verheißungsvoll, dass ein Trainer in ihm gar einen Olympia-Kandidaten witterte. Fargo war ein Multitalent - und auch seine Firma Interplay wurde zum Hansdampf in allen Gassen.

Ein wichtiger Schritt dahin war der 1.500 Dollar teure Apple-II-Computer, den Fargos Familie 1979 anschaffte. Mit dem Gerät konnte er nicht nur spielen, sondern auch selber entwickeln, und sei es nur in Basic: »Das hat mir die Augen geöffnet«. Er war fasziniert von Sierras frühen Hi-Res-Adventures wie The Wizard and the Princess, sein eigenes Abenteuerspiel taufte er auf den Namen The Demon's Forge. Er bat einen Kumpel um eine Assembler-Grafikroutine, lizenzierte eine kitschige Fantasy-Artwork und gab eine Anzeige im Magazin Softalk auf. Die Disketten für seine etwa 500 Käufer kopierte Fargo in Handarbeit.

Bald in Teil 2
In den 90er-Jahren steigt Interplay zur Branchen-Großmacht auf, die Rollenspiel-Legenden wie Baldur's Gate, Planescape Torment und Fallout hervorbringt. Im zweiten Teil unseres Reports zeichnen wir die Entstehungsgeschichte dieser Klassiker nach. Außerdem beleuchten wir die Flops des Studios - und schließlich seinen tragischen Absturz.

Die 20 wichtigsten Interplay-Spiele - Wasteland, Fallout, Baldur's Gate ansehen

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