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Auf geht's

Lego Universe im Test - Steine für Kleine

Jeder kennt sie, (fast) jeder liebt sie: Lego Steine! Legos sind Mini-Generatoren für Selbstbewusstsein, jeder Bau ist ein Triumph, egal ob Haus, Ritterburg oder Piratenschiff. Lego Universe ist die logische Konsequenz dieser Erkenntnis, umgesetzt mit der Technik des 21. Jahrhunderts: ein Online-Multiplayerspiel – mit integriertem Baukasten.

von Nico Stockheim,
22.10.2010 17:35 Uhr

Der Start in die Welt von Lego Universe folgt dem typischen Schema eines Online-Rollenspiels. Nach der Online-Registrierung loggen wir uns ein, erstellen einen Avatar, benennen ihn und starten das Spiel. In einem Startgebiet lernen wir die nötigsten Grundlagen wie Laufen, Springen, die Interaktion mit Gegenständen und NPCs sowie die wichtigsten Formen des Bauens.

Wenig später erwarten uns dann auch schon die ersten Gegner. Im Kampf gegen die so genannten Stromlinge müssen wir stets unsere Rüstungs- und Lebenspunkte im Auge behalten. Sinkt unser Leben auf Null, werden wir in unsere Einzelteile zerlegt und starten am letzten Kontrollpunkt erneut. Zur Strafe sinkt unser Kontostand außerdem um ein paar Goldmünzen. Stromlinge und andere Gegner, die wir im Laufe des Spiels verkloppen, lassen neben Lebensenergie und Münzen auch diverse Legosteine fallen, mit denen wir später kreativ sein können.

Lego Universe - Screenshots ansehen

Nach den ersten Schritten in Lego Universe haben wir dann nach einer kleinen Questreihe die Wahl uns einer von vier Fraktionen anzuschließen. So stellen zum Beispiel die »Erbauer« Beschwörer, die »Wächter« rechtschaffene Krieger, die »Entdecker« Freibeuter und die »Paradox«-Fraktion dunkle Zauberer zur Auswahl. Alle Parteien verfolgen ein gemeinsames Ziel: den alles vernichtenden Maelstrom aufzuhalten, der das Lego Universum ins Chaos zu stürzen droht. Viel mehr müssen Sie über den Hintergrund nicht wissen und auch die Nebenquests erzählen zwar niedliche, aber im Grunde banale Geschichten - ein Tribut an das (sehr) junge Zielpublikum.

Kantige Spielwelt

Die Spielwelt besteht momentan aus sechs Zonen, wobei zwei davon als Tutorial-Gebiete dienen. Die anderen vier Gebiete haben jeweils ein eigenes Szenario.

Mit Hämmern und anderen Waffen zerlegen wir unsere Gegner in ihre Einzelteile.Mit Hämmern und anderen Waffen zerlegen wir unsere Gegner in ihre Einzelteile.

Während wir zum Beispiel im Knorrigen Wald auf Dschungel-Gorillas und Piraten treffen, erwarten uns im Verbotenen Tal Ninjas und Geister-Samurais. Die Zonen selbst sind liebevoll gestaltet und werden jeden Lego-Fan begeistern, auch wenn sie nicht dem aktuell möglichen Grafikniveau gerecht werden. Allerdings ist Lego Universe bislang nicht besonders umfangreich. Denn schon nach zwei bis drei Tagen kennen wir alle Gebiete in- und auswendig. Trotzdem werden wir für Quests immer wieder in dieselben Zonen zurückgeschickt. Das ist umso ärgerlicher, da die Reise zwischen den Gebieten eher mühsam ist. Wir können unser Ziel nämlich nicht frei wählen, sondern müssen mit einer selbstgebauten Rakete jeweils zu einer ganz bestimmten Startrampe, um zum gewünschten Zielgebiet zu kommen. Ein zentrales Wegpunkte-System fehlt leider völlig.

Viel Frust, wenig Abwechslung, keine Party

Die Aufgaben in Lego Universe laufen größtenteils nach dem bekanntem Schema ab: Sammle Anzahl X von Gegenstand Y oder zerstöre Anzahl X von Gegner Z. Dabei werden Quests auch untereinander verknüpft. So müssen wir zum Beispiel in einer Aufgabe erst lernen, wie wir uns Haustiere zähmen, bevor wir als Belohnung ein Bauteil erhalten, das für eine andere Quest benötigt wird.

Das (eher schwach motorisierte) Mehrspieler-Autorennen ist nur eines von zahlreichen Mini-Spielen.Das (eher schwach motorisierte) Mehrspieler-Autorennen ist nur eines von zahlreichen Mini-Spielen.

Die Kämpfe sind relativ simpel und schnell erlernt. Zu Beginn malträtieren wir einfach die linke Maustaste um mit unserer Hauptwaffe zuzuschlagen. Später erhalten wir noch einige wenige Spezialfähigkeiten, die wir über ein Menü auch jeweils ausschließlich auf die linke Maustaste legen müssen. Wir haben also keinen Standardangriff plus Spezialfähigkeit sondern immer nur die Aktion, die gerade mit dem linken Mausknopf belegt ist. Statt also direkt Attacken über ein Tastenkürzel auszuführen, weisen wir jedes Mal umständlich die Fähigkeit zu, die gerade benutzt werden soll.

Kämpfe sind daher nur mäßig spannend und wenig abwechslungsreich. Zumal sie zusätzlich ziemlich frustrierend sein können, da wir schon früh in Situationen kommen, in denen uns die Gegner haushoch überlegen sind. Wenn wir zum Beispiel den zehnten Versuch starten, durch eine Meute Samuraireiter zu preschen, und dabei jedes mal gnadenlos in Einzelteile zerlegt werden, ist der Frustfaktor enorm hoch.

Auch kleine Minispiele, die man allein oder mit Mitspielern absolvieren kann, bieten nur wenig Abwechslung. Es ist zwar ganz nett ein Rennen mit Lego-Flitzern zu fahren, ein Koop-Schlachtfeld zu betreten und möglichst vielen Angreiferwellen standzuhalten oder mit einer Kanone Piratenschiffe und U-Boote abzuschießen, aber wirklich lange motivieren uns diese Einlagen nicht. Selbst wenn wir uns hier über unsere Highscores und Bestzeiten mit Freunden messen können.

Enttäuschend: Die Interaktion mit Freunden und Mitspielern beschränkt sich auf diese Minispiele. Eine echte Gruppenbildung wie in anderen Online-Rollenspielen ist in Lego Universe nicht vorgesehen. Lediglich für eine einzige Instanz mussten wir uns zu einer losen Gruppe zusammenschließen, um einen Drachen zu bezwingen. Aber selbst hier gibt es keine Party-Dynamik, keine geteilte Beute, kein Gruppengefühl.

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