LG UltraFine 5K - LG reagiert auf WLAN-Allergie, Support noch unklar

Der hochauflösende Monitor LG UltraFine 5K kostet über 1.000 Euro und hat einen klaren Designfehler. Ein Router in der Nähe macht den Monitor unbrauchbar. Neue Geräte sollen demnächst den Fehler nicht mehr aufweisen. Auch eine Nachrüstung ist möglich.

von Georg Wieselsberger,
04.02.2017 11:39 Uhr

Der LG UltraFine 5K funktioniert nur, wenn kein Router in der unmittelbaren Nähe steht.Der LG UltraFine 5K funktioniert nur, wenn kein Router in der unmittelbaren Nähe steht.

Update: LG hat gegenüber Recode erklärt, dass inzwischen eine Lösung für den Fehler des Monitors gefunden werden konnte. Alle nach Februar 2017 hergestellten Geräte des LG Ultrafine 5K werden demnach mit einer zusätzlichen Abschirmung ausgestattet und haben denn keine Probleme mit WLAN-Routern in der Nähe mehr. LG entschuldigt sich außerdem für die Schwierigkeiten und weist darauf hin, dass existierende Geräte auch mit der zusätzlichen Abschirmung ausgestattet werden können.

Allerdings ist nicht klar, wie Besitzer des Monitors diesen Service in Anspruch nehmen können. Außerdem berichtet ifun darüber, dass sich die Support-Abteilungen von LG momentan die Zuständigkeit für den Fehler gegenseitig zuschieben. Der deutsche LG-Support verweist darauf, dass die Monitore exklusiv für Apple hergestellt und dort verwaltet werden, man müsse sich daher an Apple wenden. Apple hingegen erklärt, es handle sich trotzdem um einen LG-Monitor und vergleicht den Kauf des Ultrafine 5K bei Apple mit einem Kauf bei Amazon.

Quelle: Recode, ifun

Exklusiv für Apple mit Thunderbolt-Anschluss hergestellt

Originalmeldung: Der LG UltraFine 5K ist ein 27-Zoll-Monitor und wurde von Apple auch für die neuen Macbook-Pro-Modelle als externes Display empfohlen. Die 5K-Auflösung von 5.120 x 2.880 Pixel entspricht dem der 5K-iMac von Apple und mit einem großen Farbumfang soll der Monitor für professionelle Foto- und Videoverarbeitung geeignet sein. Angeschlossen wird der LG UltraFine 5K allerdings nur über Thunderbolt.

Apple bietet den Monitor sogar über den eigenen Webstore für 1.049 Euro an, doch nun zeigt sich, dass LG als Hersteller den Monitor mit einem sehr simplen, aber ärgerlichen Design-Fehler ausgestattet hat.

Nicht gut genug abgeschirmt

Anscheinend besitzt die Elektronik innerhalb des LG UltraFine 5K keine ausreichende Abschirmung gegen elektromagnetische Strahlung. Das hat dazu geführt, dass manche Nutzer zunächst dachten, ihr Gerät sei defekt.

Der Fehler zeigt sich durch plötzliche Abbrüche der Thunderbolt-Verbindung, die sogar dazu führen können, dass ein angeschlossenes Macbook Pro abstürzt und neu gestartet werden muss. Das Problem tritt aber nur dann auf, wenn ein WLAN-Zugangspunkt oder ein Router mit WLAN innerhalb von zwei Metern rund um den LG UltraFine 5K verwendet wird.

LG empfiehlt mindestens 2 Meter Abstand zum Router

An der Grenze dieser Entfernung sorgt die WLAN-Strahlung nur für gelegentliche Bildausfälle, doch je näher der Router steht, umso deutlicher werden die Probleme. Wie 9to5Mac schreibt, empfiehlt der Support von LG sogar, den Monitor mindestens in zwei Meter Entfernung von einem Router zu betreiben. Das Problem betreffe aber nur den LG UltraFine 5K und keine anderen Monitore des Herstellers. Laut dem Artikel könnte es aber in manchen Büros oder Homeoffices nur schwer möglich sein, diesen Abstand einzuhalten.

Quelle: 9to5Mac


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