Little Wheel - Test: Flash-Spiel der Woche

Das kostenlose Flash-Spiel Little Wheel ist ein Point&Click Adventure in bester Tradition. Das kurze Abenteuer begeistert mit einem sympathischen Helden und ausßergewöhnlicher Grafik und Atmosphäre.

von Martin Le,
05.07.2009 14:06 Uhr

Die Abgesänge auf das klassische Adventure kennen wir seit Jahren zur Genüge, das Genre zeigt sich im Moment trotzdem so stark wie seit langem nicht mehr (siehe aktuelle Top-Spiele wie Ceville, Simon the Sorcerer 5 oder The Book of Unwritten Tales). Und das exzellente Little Wheel, eines der besten Flash-Spiele, das uns je unter gekommen ist, dürfte die Point&Click-Fangemeinde weiter anwachsen lassen. Anfänger freuen sich über die einsteigerfreundlichen Rätsel und alle anderen lassen sich von der unvergleichlichen Atmosphäre gefangen nehmen.

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Story

Held des Spiels ist ein namenloser Roboter. 10.00 Jahre lag dessen vollautomatisierte Welt in einem tiefen Schlummer, nachdem ein Unfall die komplette Energieversorgung für alle Bewohner kappte. Ein Blitz erweckt ihn als Einzigen wieder zum Leben und lässt uns in das Abenteuer starten. Die Ausgangssituation erinnert and das Pixar-Werk Wall-E (hier bitte an den Film denken und das grottige Spiel kurz ausblenden). Alleingelassen auf der Welt versucht der kleine Blechkamerad seiner Existenz einen Sinn zu verleihen und wir haben damit eine Aufgabe: Den zentralen Reaktor finden und wieder zu reparieren.

Gameplay

Gesteuert wird Little Wheel wie ein herkömmliches Point&Click-Adventure, sämtliche Aktionen werden mit der Maus ausgeführt. Alle interaktiven Elemente sind dabei von vornherein mit grauen Kreisen als Hotspots markiert, nerviges Pixel-Suchen entfällt also. Zusammen mit dem fehlenden Inventar und der Beschränkung auf jeweils eine Location zur Zeit, richtet sich Little Wheel ganz klar an Einsteiger. Meist sind pro Bildschirm nur zwei bis vier manipulierbare Objekte vorhanden und Profis erkennen die Lösung oft schon nach wenigen Sekunden.

Little Wheel : Little WheelLittle Wheel
Little Wheel

Atmosphäre

Dass Kenner sich trotzdem nicht langweilen, liegt an der außergewöhnlichen Präsentation von Little Wheel. Komplett ohne Sprachausgabe und mit einer scherenschnittartigen Grafik schafft es Little Wheel erstaunlicherweise trotzdem Gefühle für den kleinen Roboter zu wecken: Wir fühlen seine Einsamkeit, lachen über seine tolpatschige Art und freuen uns mit ihm über überwundene Hindernisse. Das liegt vor allem an den hervorragenden Animationen und der detailreichen Welt. Unterlegt ist das Ganze mit einer launigen Jazz-Melodie, die auf Dauer allerdings etwas eintönig wird und auch an allen Orten gleich ist.

Fazit

Wow, was für ein Spiel. Mit seinem ganz eigenen Stil hat uns Little Wheel sofort begeistert. Die stimmige Welt und die sympathische Story bieten einen einen einfachen Zugang und einmal angefangen will man gar nicht mehr aufhören zu Spielen bis man das Ende gesehen hat – was auch kein Problem ist, denn Little Wheel ist relativ kurz. Einerseits Schade, denn als der Abspann lief hatten wir noch lange nicht genug. Andererseits müssen wir eingestehen, dass die teils arg simplen Rätsel für ein längeres Spiel kaum genug Substanz bieten. Die Zeit die wir mit Little Wheel verbracht haben, war allerdings super. Einen uneingeschränkte Spielempfehlung auch für Genre-Fremde!

Tipps für Adventure-Fans:

» Test zu Ceville lesen
» Test zu Simon the Sorcerer 5 lesen
» Test zu Book of Unwritten Tales lesen


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