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Logitech G403 Prodigy Wireless - Klassische Form mit Kabel oder Funk

Logitechs Gaming-Maus G403 Prodigy im Test gibt es mit oder ohne Kabel, mit entsprechend unterschiedlichem Preis. Die Form der G403 erinnert stark an ein seit Jahren beliebtes Produkt des größten Konkurrenten, die Technik entspricht aber anderen aktuellen Logitech-Mäusen.

von Nils Raettig,
14.11.2016 15:44 Uhr

Logitech G403 Prodigy im Test - Kabellose Spielermaus mit 12.000 dpi 8:23 Logitech G403 Prodigy im Test - Kabellose Spielermaus mit 12.000 dpi

Logitech G403 Prodigy auf einen Blick:

• optischer Sensor mit 12.000 dpi (Pixart PMW 3366)
• erhältlich mit Kabel (ca. 60 Euro) und ohne (ca. 110 Euro)
• eignet sich nur für rechte Hände
• sechs Tasten
• Metallfedern für besseren Druckpunkt
• Zusatzgewicht (10 Gramm)
• RGB-Beleuchtung

Die G403 von Logitech im Test gibt es in zwei verschiedenen Varianten: mit Kabel (Prodigy) und ohne (Prodigy Wireless). Technisch unterscheiden sich die Spielermäuse abseits davon nicht. Sie verwenden beide einen optischen Sensor mit 12.000 dpi, den bewährten Pixart PMW 3366, der aktuell einer der besten Maussensoren ist.

Die G403 Gaming-Maus ist außerdem asymmetrisch geformt und nur für rechte Hände geeignet, die Form orientiert sich stark an der Razer Deathadder (siehe Fotos weiter unten). Die G402 verfügt über eine RGB-Beleuchtung sowie ein optional einsetzbares 10 Gramm-Gewicht und in den Tasten sind zusätzliche Metallfedern verbaut, die das Klickgefühl verbessern sollen.

Diese besonderen Tasten hat Logitech bei der G302 Deadalus Prime zum ersten Mal eingesetzt, auch die zu letzt von uns getestete G Pro Gaming Maus nutzt sie. Mit Letzterer hat die G403 außerdem den Pixart-Sensor PMW 3366 gemein, den auch Corsair in der M65 Pro RGB und in der Harpoon verwendet. Ob dieser Sensor auch bei kabelloser Verbindung noch präzise arbeitet und wie gut sich die G403 Prodigy insgesamt für Spieler eignet, klären wir in diesem Test beider Varianten der G403.

Präziser Sensor

Vergleich: G403 Prodigy vs. G403 Prodigy Wireless Abgesehen vom abnehmbaren Kabel, dem etwas höheren Gewicht (107,2 statt 87,3 Gramm) und dem Ein- und Ausschalter an der Unterseite unterscheidet sich die G403 Prodigy Wireless nicht von der G403 Prodigy.

Zusatzgewicht Beiden Mäusen liegt ein Zusatzgewicht von 10 Gramm bei, das auf der Unterseite eingesetzt werden kann. Dazu müssen Sie es in der kleinen Abdeckung anbringen, die per Magnet festgehalten wird.

Der PMW 3366 gilt aktuell als einer der besten Maussensoren, sich auch beim Test der G403 Prodigy erneut bestätigt: Er ist äußerst präzise, Aussetzer haben wir selbst bei extrem schnellen Bewegungen nie erlebt und der Sensor kommt auch mit unterschiedlichen Oberflächen wie Stoff, Hartplastik, Aluminium oder sogar Glas problemlos zurecht.

Das gilt übrigens auch ohne das im Treiber integrierte »Oberflächentuning«, das unserem Eindruck nach höchstens minimale Effekte hat. Die maximal möglichen 12.000 dpi sind in der Praxis momentan außerdem noch nicht praxistauglich, weil der Mauszeiger sich dann selbst in 4K viel zu schnell bewegt, aber schaden tun die zusätzlichen dpi auf der anderen Seite auch nicht.

Ebenfalls bemerkenswert: Die kabellose Variante der G403 ist genau so präzise wie die mit Kabel, mehr Latenz bei Bewegungen oder störende Aussetzer gibt es nicht. Das gilt auch dann, wenn der kleine USB-Empfänger unter einem Schreibtisch am PC angebracht ist und wenn die Akkuleistung einen sehr niedrigen Stand erreicht hat – die Funktechnik entspricht der bei der Logitech G900 eingesetzten.

Grundsätzlich ist es zwar nicht überraschend, dass die G403 auch bei einer Funkverbindung fehlerfreie Ergebnisse liefert, schließlich ist das bereits anderen Mäusen wie etwa der sehr guten Steelseries Sensei Wireless (2014) gelungen. Gerade für Spieler ist dieser Aspekt aber besonders wichtig, und im Falle der G403 hat Logitech hier definitiv seine Hausaufgaben gemacht.

Haptik und Ergonomie

Griffarten: Palm-Grip Beim Palm-Grip liegt die Hand samt Fingern und Ballen auf der Maus auf. Für sehr große Hände könnte die Logitech G403 Prodigy bei dieser Griffart etwas zu kurz sein.

Claw-Grip Auch beim Claw-Grip liegt der Handballen auf der Maus auf, allerdings berühren hier nur die Fingerspitzen die Maus, wodurch die Länge der G403 für die meisten Hände ausreichen sollte.

Fingertip-Grip Beim Fingertip-Grip erfolgt die Bewegung der Maus ausschließlich über die Fingerspitzen. Die Griffart lässt sich weitgehend unabhängig von Form und Größe der Maus nutzen.

Klare Pluspunkte bekommt die G403 auch für ihre Haptik, was schon bei den Oberflächen anfängt. Seitlich bietet eine Gummierung guten Halt, das Plastik der Tasten und der Rückseite ist gleichzeitig sehr angenehm und weich strukturiert, ohne die Hand zu stark zum Schwitzen zu bringen. Grundsätzlich eignet sich die G403 auch für alle populären Griffarten wie Fingertip-, Claw-, und Palm-Grip, nur für sehr große Hände könnte sie beim Palm-Grip etwas zu klein sein, um genug Ablagefläche zu bieten.

Das Konzept der zusätzlichen Metallfedern verbessert das Handling der G403 Prodigy ebenfalls. Dadurch spielt man zwar nicht besser, aber das satte Feedback eines jeden Klicks fühlt sich sehr angenehm und direkt an. Im Vergleich mit anderen Mäusen wie etwa der Roccat Kiro steigt der Geräuschpegel allerdings gleichzeitig leicht – im Büro mit der G403 eine Runde League of Legends zocken ist also vielleicht keine so gute Idee.

Auch in anderen Bereichen gibt es Anlass zu Kritik, etwa in Sachen Ergonomie. Die nur für rechte Hände geeignete Form der Maus bietet vor allem an der rechten Seite zu wenig Ablagemöglichkeiten für die Finger. Wie es besser geht, zeigt beispielsweise die Naos 7000 von Mionix. Man muss allerdings dazu sagen, dass die Ergonomie einer Maus subjektiv sehr unterschiedlich bewertet wird. Hier hilft meist nur selbst ausprobieren, etwa beim Elektronikhändler vor Ort.

Wie lange hält der Akku?

Ein kleiner Nachteil der kabellosen Variante ist außerdem der immer wieder aufzuladende Akku. Ohne Beleuchtung gibt der Treiber bei 1.000 Hertz USB-Abfragefrequenz eine maximale Laufzeit von 33 Stunden an. Erfreulicherweise sind die Angaben der Software ziemlich genau. Wer intensiv zockt, muss also spätestens nach zwei, drei Tagen wieder das Ladekabel anschließen. Immerhin werden die Bewegungsdaten auch per Kabel übertragen, die G403 kann beim Aufladen also ganz normal weiter genutzt werden.

Das Logitech mitgedacht hat, zeigt auch der beiliegende Adapter von Micro-USB zu USB. Damit können Sie das Ladekabel einfach als Verlängerung nutzen, damit Wireless-Empfänger und Maus möglichst nah beieinander sind. Ebenfalls hilfreich: Auf dem Empfänger steht der Name der Maus – Verwechslungen mit anderen Empfängern sind dadurch ausgeschlossen.

Das Mausrad überzeugt uns dagegen in zweifacher Hinsicht nur bedingt. Während sich die beiden Seitentasten ähnlich satt und präzise wie die linke und die rechte Maustaste anfühlen, ist die Mausradtaste etwas zu schwergängig. Wer diese Taste in Spielen häufig nutzt, der könnte mit der G403 so seine Probleme haben. Außerdem ist die Rasterung des Mausrads nicht ganz so differenziert, wie wir uns das wünschen würden, richtiggehend zu schwach ist sie aber auch nicht.

Abschließend noch ein kurzer Blick auf die Software: Hier können Sie entscheiden, ob Sie Profile lokal auf dem PC oder im Onboard-Speicher der Maus hinterlegen wollen, dpi-Stufen, die Abtastrate und die Tastenbelegung ändern (inklusive Makrofunktion), die verbleibende Akkulaufzeit bei verschiedener Beleuchtung einsehen, den Sensor für die jeweils genutzte Unterlage optimieren und zu guter Letzt messen, welche Tasten wie häufig betätigt werden. Ein bisschen Schnickschnack und alle wichtigen Funktionen sind hier also versammelt.

Vergleich mit Razer Deathadder Die geschwungene Form der Tasten sowie des Gehäuses der G403 (rechts) erinnert stark an die Razer Deathadder (links), komplett identisch ist sie aber nicht.

abnehmbares Kabel Das abnehmbare Kabel kann entweder an der Vorderseite der Maus zum Aufladen untergebracht werden oder als Verlängerung für den USB-Empfänger dienen.


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