Making Games News-Flash - Der letzte Xbox-Erfinder verlässt Microsoft

Bei Microsoft findet ein Generationenwechsel statt – mit Otto Berkes verlässt der letzte letzte Erfinder der ersten Xbox das Unternehmen.

von Martin Le,
27.05.2011 17:21 Uhr

Die ersten Prototypen der Xbox liefen bei Microsoft unter dem Namen »Direct X Box«. : Die ersten Prototypen der Xbox liefen bei Microsoft unter dem Namen »Direct X Box«.Die ersten Prototypen der Xbox liefen bei Microsoft unter dem Namen »Direct X Box«.
Die ersten Prototypen der Xbox liefen bei Microsoft unter dem Namen »Direct X Box«.

Mit Otto Berkes hat jetzt der letzte verbleibende Xbox-Erfinder Microsoft verlassen. Wie die Seattle Times berichtet, hat der Ingenieur Anfang der Woche seine Kündigung eingereicht. Berkes war einer von vier Entwicklern, die Ende der 90er Jahre über eine Windows-Konsole nachdachten, um der erfolgreichen Playstation 2 von Sony Konkurrenz zu machen.

Gemeinsam mit Ted Hase, Seamus Blackley und Kevin Bachus baute Otto Berkes 1998 aus Notebook-Teilen einen ersten Prototypen. Die »Direct X Box« basierte auf der Windows-Technologie DirectX, an deren Grafikschnittstelle Berkes ebenfalls beteiligt war.

Der damalige Chef der Games-Sparte von Microsoft, Ed Fries, erinnert sich noch gut an die Anfänge: »Er [Berkes] war einer dieser verrückten Typen, die eines Tages mit dieser Idee für eine Direct X Box in meinem Büro auftauchten. Sie überzeugten mich mitzumachen und ihnen zu helfen. Ohne ihn wäre das alles nicht passiert. Es war ein gewagtes Spiel, aber sie haben es riskiert und durchgezogen.«

Mit der Xbox und dem Nachfolger-Modell Xbox 360 hat sich Microsoft mittlerweile als wichtigster Konsolenhersteller neben Nintendo und Sony etabliert. Inzwischen erwirtschaftet die Sparte Umsätze von fast zehn Milliarden US-Dollar im Jahr. Trotz des durchschlagenden Erfolgs verließen Fries und die anderen drei Xbox-Erfinder den Konzern in den folgenden Jahren. Lediglich Berkes blieb noch bis zuletzt bei Microsoft.

»Ich bereue nichts, aber jetzt ist es Zeit für mich, weiterzuziehen«, so Berkes zum Abschied. »Ich bin sehr stolz auf das, was ich hier erreicht habe.«


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