Making Games Report - Richtig anfangen - wie Spiele beginnen

»Es war einmal ein Computerspiel...« - halt, bleiben Sie hier! Wenn Sie glauben, lange nichts Abgedroscheneres gehört zu haben: Ich habe Ihnen ein paar Beispiele zu zeigen, wie Spiele heutzutage beginnen.

von Yassin Chakhchoukh,
12.06.2010 16:30 Uhr

Christian Schmidt, Stellvertrender Chefredakteur von GameStar: »In Ihrem Wohnzimmerboden, unter dem linken Ende der Couch, liegt ein Umschlag verborgen. Sie werden den Belag aufstemmen müssen, um die Aussparung im Estrich zu entdecken; jemand muss sie beim Bau des Hauses angelegt haben zu dem Zweck, eine Nachricht darin zu hinterlegen. Auf dem Umschlag steht Ihr Name. Wenn Sie ihn öffnen, fällt daraus ein Bündel bedruckter Blätter, dem ein handgeschriebender Zettel vorangeheftet ist. »Ich entschuldige mich für die Mühsal, die ich in Ihr Leben trage«, steht dort sorgfältig notiert, »nun können Sie nie mehr sagen, Sie hätten nichts gewusst.« Keine Unterschrift. Sobald Sie das Blatt zur Seite schieben, um das Bündel zu betrachten, springt Ihnen auf einer Art Umschlag in großem Schriftsatz allem Folgenden vorangestellt die Warnung entgegen: »Making Games«.
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Weiterspielen? Warum?

Ich bemerke mit Freude, dass Sie sich entschieden haben, zumindest diesen Text weiterzulesen -- was bedeutet, dass es mir gelungen ist, Sie einzufangen. Das ist nicht selbstverständlich. Mehr als die Hälfte aller Leser, sagen klassische Studien, kommen bei der Lektüre eines Zeitungsartikels nicht über den ersten Satz hinaus. So wird das »Lesen Sie weiter?« zur Gretchenfrage für Autoren, die sich an jedem Absatz, jedem Satz, oft an einem einzelnen Wort neu entscheidet. Und nie ist die Entscheidung zum Aufhören einfacher als ganz am Anfang, wenn man als Leser noch keine Energie investiert hat.
»Machen Sie weiter?«

Das ist die Variante der Frage für Spieldesigner. Sie bestimmt jede Form von Interaktion mit jedem Medium, auch und vor allem mit Spielen. Es wird häufig vergessen, dass Interaktivität mehr ist als die Entscheidung, wie etwas weitergeht; nämlich auch die Entscheidung darüber, ob es überhaupt weitergeht. Oder endgültig abgebrochen wird, aus Desinteresse oder Überforderung, immer aber mit dem Gefühl der Enttäuschung. Es muss die vordringlichste Aufgabe jedes Medienschöpfers sein, den Benutzer mindestens einmal bis zum angepeilten Zielpunkt zu führen. Der Grundstein dafür liegt im Anfang.«

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