Making Games Report - Wie Eve Online zu seinem Addon kam

Die Herausforderung: eine gigantische MMO-Erweiterung über die Datenautobahnen schaufeln, und das mit möglichst geringen Auswirkungen auf den Spielbetrieb. Die Jungs von CCP erklären, wie sie es geschafft haben.

von Yassin Chakhchoukh,
17.01.2010 09:11 Uhr

Kurt van Meter, Quality Assurance Manager bei CCP:
»Das Erste, was mir nach einem ausgedehnteren Schlaf zu Ohren kommt, sind aufgeregte Gespräche über große Veränderungen im bekannten Universum. Sofort meldet sich mein Forscherdrang und ich beschließe, den Gerüchten mit Hilfe meines altgedienten Schlachtkreuzers auf den Grund zu gehen. Ich docke ab und suche mit den Sensoren nach einer der angeblich überall aufgetauchten Anomalien. Und tatsächlich bemerke ich fast sofort ein ungewöhnliches Signal. Ich nähere mich vorsichtig und traue meinen Augen kaum: Ein Wurmloch hat sich im System geöffnet. Ob sich das Risiko lohnt, allein in unbekanntes Gebiet vorzudringen? Egal, Forscherdrang und Neugier überwältigen jeden Zweifel und ich manövriere mitten in die Anomalie.

Ein kurzer Moment der Orientierungslosigkeit und der Raum um mein Schiff gleicht einem Wirbel aus Gasen, blaugrün gefärbt von den umliegenden kosmischen Nebeln. Meine ausgesandten Sonden finden eine unbekannte Signatur und ich mache mich sofort auf den Weg dorthin. Eine unvorsichtige Dummheit, wie sich nach einer Minute der Stille herausstellt. Fünf Raumschiffe, wie ich sie noch nie zuvor gesehen habe, jagen auf meinen Kreuzer zu und eröffnen sofort das Feuer.

Eve OnlineEve Online

Nach einigen brenzligen Momenten übernehmen lange trainierte Reflexe die Kontrolle und mein Schlachtkreuzer macht seinem Namen alle Ehre. Kurz darauf warten fünf seltsame Wracks darauf, geplündert zu werden. Eine erste Untersuchung zeigt nie gesehene Materialien und Bauteile. Beim Gedanken an das Vermögen, das ich den Forschern zuhause dafür abnehmen werde, klopfe ich mir selbst auf die Schulter und muss mich beherrschen, nicht dämlich zu grinsen. Doch was war das? Der Scanner warnt mich vor schnüffelnden Sonden. Nichts Unbekanntes diesmal sondern Sonden der gleichen Art, wie ich Sie benutzt habe, um die unbekannten Schiffe aufzuspüren. Jäh verfliegt meine Selbstbeflissenheit und ich jage die Maschinen meines treuen Kreuzers weit über die zulässigen Spezifikationen hinaus. Zu spät. Die erste Laser-Salve schlägt ein, gefolgt von schweren Raketen.

Nur die Rettungskapsel bewahrt mich vor einem schnellen Tod. Eben noch Millionär nun mittellos. Doch ich verdränge meine aufkommende Verzweiflung, selbst in bisher unbekannten und neu entdeckten Gebieten bleibt das Eve-Universum harsch und kalt. Zeit, meine Leute zusammenzutrommeln und es den Schweinen heimzuzahlen.

Das ist ein typisches Beispiel, wie Spieler ihren ersten Tag mit der am 10. März 2009 online gegangenen Erweiterung Apocrypha für Eve Online erlebten. Für die Spieler war das eine ziemlich nahtlose Erfahrung -- nach einer etwas verlängerten Downtime fanden sie eine massiv veränderte Spielwelt vor. Hinter den Kulissen ging dem aber ein massiver Aufwand voraus, nicht nur bei der Entwicklung sondern auch und vor allem beim Ausliefern von Apocrypha.

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