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Malen nach Zahlen - Die Ubisoft-Formel

Eine lebendige Spielwelt und mathematische Formeln, das klingt wie ein Gegensatz. Ubisoft bastelt daraus aber ein kommerziell erfolgreiches Open-World-Spiel nach dem anderen. Wir erklären im Plus-Report, warum das so ist. Und wo die Gefahren lauern.

von Dimitry Halley,
15.11.2014 10:08 Uhr

Mit Vorurteilen ist das so eine Sache. Stellen Sie mal sich vor, Sie sollten die Karikatur einer typischen Führungspersönlichkeit eines großen Publishers entwerfen. Welche Merkmale tanzen jetzt vor ihrem Kopfkino? Maßgeschneiderter Anzug? Perfekte Föhnfrisur mit Drei-Wetter-Taft? Dollarzeichen in den Augen? Folgt man der Argumentation mancher Beobachter, dann ist das keine Karikatur, sondern nackte, profitorientierte Realität.

Doch dann trifft man Menschen wie Tommy Francois, der so überhaupt nicht in diese Schublade passen will. Als Director of New IP bei Ubisoft ist er für die kreative Ausrichtung der Unternehmensmarken (»Intellectual Properties«) des französischen Publishers verantwortlich. Das beinhaltet künftige Spiele etablierter Reihen wie Assassin's Creed oder Watch Dogs, aber auch neue Projekte wie The Division.

Francois sitzt also in der Publisher-Chefetage. Und trotzdem sieht man ihn so gut wie nie im Anzug. Stattdessen trägt er auf manchen Bildern einen schottischen Kilt, hat eine feuerrot gefärbte Sturmfrisur. Im Gespräch gibt er sich betont ungezwungen, schwärmt von den Möglichkeiten offener Spielwelten: »Stellt euch mal ein Assassin's Creed während der spanischen Inquisition vor, und da steht ein Typ vor einer Kirche in Salamanca und trägt Don Quijote genau so vor, wie es damals gedacht war: als mündliche Erzählung. Und der Spieler kann sich aussuchen, ob er zuhört, oder es sich runterlädt aufs Smartphone.«

Er klingt aufrichtig, ehrlich begeistert. »Da gibt's so viele Möglichkeiten, wir können tausende Geschichten erzählen, Hunderte von Gesichtern modellieren. Ich kann's kaum erwarten, in fünf Jahren unsere eigenen Welten oder die von der Konkurrenz zu spielen - das wird uns total aus den Socken hauen ... ihr müsst mich stoppen, wenn ich zu viel rede. Bei sowas werde ich leidenschaftlich.« Wir lassen ihn natürlich weiterreden, bis wir über folgende Worte stolpern: »Innovation ist super. Alle bei Ubisoft lieben Innovation.«

Die Ubisoft-Formel

Brutes Normale Gegner sind nur in der Masse gefährlich, Taktik brauchen wir lediglich bei den gepanzerten Brutes.

Jagd & Crafting Wildtiere jagen, Waffen basteln, Schiffe verbessern – eine produktive Nebenbeschäftigung, die uns mit exklusiver Ausrüstung versorgt.

Nebenfiguren Bei den Helden geht Ubisoft selten ein Wagnis ein, dafür gibt’s in jedem Spiel mindestens eine sehr exzentrische Nebenfigur.

Klettern Seit Assassin’s Creed ein Muss: jeder Held ist Akrobat und Killermaschine zugleich.

Sektoren Sektor für Sektor arbeiten wir Aufgaben ab und befrieden die Weltkarte.

Strongholds Seit Brotherhood gibt’s feindliche Festungen einzunehmen, auf deren Asche wir unsere eigenen Lager errichten.

Tailing Auch die Missionstypen werden formelhaft – ganz prominent die Abhörmissionen, in denen man sich einem NPC heimlich an die Fersen heftet.

Türme Hohe Punkte erklimmen und die Spielwelt enthüllen. Gibt es jüngst auch in Mordors Schatten.

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