Mega plant Kommunikations-Verschlüsselung - »Ihr seid alle nackt im Internet«

Megaupload- und Mega-Gründer Kim Dotcom hat in einem Livechat weitere Details zu den Plänen seines Cloud-Dienstes verraten.

von Georg Wieselsberger,
09.05.2013 12:07 Uhr

In einem Livechat, der von von der Zeitung The New Zealand Herald abgehalten wurde und dort auch komplett nachzulesen ist, hat Kim Dotcom Fragen der Leser beantwortet. Der Anfang des Jahres gegründete Dienst Mega nutzt laut Dotcom inzwischen alleine so viel Bandbreite wie ganz Neuseeland, erwirtschaftet aber wegen des Wachstumskurses noch keine Gewinne.

Die weiteren Pläne sehen vor, die Privatsphäre der Mega-Nutzer weiter durch verschlüsselte Kommunikation, beispielsweise bei E-Mail oder Messaging, zu schützen. Damit sich Verschlüsselung aber wirklich durchsetzen könne, müsse sie einfach zu nutzen sein. »Also verbringe ich die meiste Zeit damit, herauszufinden, wie ich euch Verschlüsselung anbieten kann, ohne dass ihr dafür etwas tun müsst und dabei trotzdem militärischer Standard erreicht wird. Ihr seid alle nackt im Internet. Ich würde euch gerne helfen, Hosen anzuziehen«, so Dotcom.

Sich selbst bezeichnete er als »einfaches Ziel« für die US-Behörden, die einen Bösewicht gesucht hätten, der wie er »reich, großspurig und überheblich« sei. Tatsächlich habe es ihn gewundert, dass er so viele Unterstützer in Neuseeland gefunden habe, obwohl er so anders sei. Anscheinend seien »Kiwis« intelligent genug, um den ganzen Unsinn zu durchschauen. Sollte er ausgeliefert werden, rechnet Dotcom nicht mit einem fairen Prozess in den USA. Bei einem Freispruch wird er den ihm zustehenden Schadensersatz abzüglich seiner Verteidigungskosten an ein Kinderkrankenhaus spenden, das er schon länger unterstützt.


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