Megaupload - Kim Dotcom plant Neustart mit »riesigem globalen Netzwerk«

Der bereits Mitte August angedeutete Neustart des Filehosters Megaupload nimmt anscheinend im Hintergrund bereits Formen an.

von Georg Wieselsberger,
29.08.2012 15:27 Uhr

Mitte August hatte Kim Dotcom angekündigt, dass sein neues Projekt » größer, besser, schneller, 100% sicher und unaufhaltsam« sei und kurz darauf klargestellt, dass es sich dabei nicht um den ebenfalls für 2012 angekündigten Musikdienst Megabox handelt.

Allerdings plant Dotcom das neue Megaupload mit einer ganz anderen Infrastruktur, die praktisch unangreifbar sein soll. Durch ein riesiges globales Server-Netzwerk, an dem sich jeder Hoster beteiligen kann, wäre der neue Dienst weltweit verteilt und könnte nicht durch das Deaktivieren eines Hosters lahmgelegt werden. Während praktisch jeder an dem neuen Mega-Netzwerk teilnehmen kann, schließt Dotcom Hoster aus den USA allerdings kategorisch aus.

Da er gleichzeitig auch Web-Entwickler mit Erfahrungen in den Bereichen Dateimanagement, Voice-over-IP, Video-, E-Mail- und Fax auffordert, mitzumachen und frühen Zugriff auf die entsprechenden Schnittstellen des neuen Dienstes zu erhalten, plant Dotcom diesmal vermutlich mehr als nur einfaches Speichern von Nutzerdateien. Außerdem sollen alle Datenübertragungen mit einem Klick verschlüsselt werden können. »Sie haben den Falschen missbraucht. Ich werde diese Welt auf den Kopf stellen. Alle Macht den Menschen. Bye Bye Echelon. Hallo Freiheit«, so Dotcom in seiner typischen Art auf Twitter.

Auch vor Gericht konnten seine Anwälte wieder einen kleinen Erfolg erzielen und die Freigabe von umgerechnet fast 3,9 Millionen Euro aus dem beschlagnahmten Vermögen erreichen. Die Summe ist für seine Verteidigung und den Lebensunterhalt seiner Familie gedacht. Außerdem darf Dotcom laut Reuters einige der ebenfalls beschlagnahmten Luxusfahrzeuge verkaufen.


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