Megaupload-Gründer Kim Dotcom - »Ich werde nie in einem US-Gefängnis sein«

Megaupload-Gründer Kim Dotcom hat sich über Skype auf dem South by Southwest Interactive Festival (SXSW) zu Wort gemeldet.

von Georg Wieselsberger,
13.03.2013 11:53 Uhr

Da Dotcom wegen der laufenden Verfahren in Sachen Megaupload Neuseeland nicht verlassen kann, wandte sich der gebürtige Deutsche per Skype an die mehr als 600 Anwesenden aus High-Tech-Branche auf der SXSW. »Ich werde nie in einem US-Gefängnis sein, das kann ich garantieren«, so Dotcom, der laut Los Angeles Times dafür starken Applaus der Anwesenden erhielt.

Er bezeichnete die enge Zusammenarbeit zwischen den Behörden aus den USA und Neuseeland als »Hobbit-Effekt«, bei dem die US-Filmstudios, die in Neuseeland drehen, mit dem dortigen Premierminister eine gemütliche Beziehung pflegen. Erneut gab Dotcom zu, ein »großspuriger Charakter« zu sein, der das Leben liebe. Man habe ihm zwar alle seine Spielzeuge weggenommen, doch die fehlten ihm nicht einmal wirklich. Die Reisebeschränkungen sorgten aber dafür, dass er Deutschland und vor allem seine Mutter vermisse. Sollte ein geplantes Buch über ihn auch verfilmt werden und der Film dann illegal im Netz zu finden sein, »werde ich nicht weinen.«

Die positive Reaktion auf Dotcom und seine Aussagen auf der SXSW ist laut der LA Times ein weiterer Beleg dafür, dass die Spannungen zwischen der US-Medienindustrie und der High-Tech-Branche wachsen.


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