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Metamorphose eines Kulturphänomens - Wie Alien zu Alien wurde

Alien: Isolation soll die Atmosphäre des legendären ersten Kinofilms einfangen. Doch wie entstand das 35 Jahre alte Sci-Fi-Klassiker überhaupt? Wir blicken im Report zurück auf eine Geschichte voller kurioser Details.

von Benedikt Plass-Fleßenkämper, Michael Förtsch,
28.09.2014 14:22 Uhr

Kaum etwas ist so faszinierend wie die Veränderung. Ohne sie wäre das Leben dröge und statisch - und vielleicht erst gar nicht existent. Denn es ist die Wandlung, die das Überleben sichert. Die Anpassung an eine sich verändernde Umwelt, Lebensräume und Feinde. Die Evolution vom Kleinen zum Großen - zum Stärkeren. Das Aneignen und Abschütteln von Eigenheiten.

Griechische Denker bezeichneten diesen Vorgang als Metamórphosis: Umgestaltung. Ein Verständnis, das unter dem Terminus Metamorphose heute in der Biologie unabdingbar ist. Aber auch in der Welt der Medien ist die Metamorphose unverzichtbar. Und nichts verkörpert diesen Fakt so gut wie die Science-Fiction-Saga Alien. Ein medialer Organismus, geboren vor 35 Jahren und so anpassungsfähig und denkwürdig wie kaum ein anderer. Doch beginnt dessen Geburt mit dem Tod. Allerdings nicht dem eines Menschen oder Lebewesens, sondern einer anderen Film-Legende.

Genesis Sacra

Es hätte der größte Science-Fiction-Film aller Zeiten werden sollen: Jodorowsky's Dune. Eine Adaption des Erfolgsromans von Frank Herbert durch den gefeierten chilenischen Regisseur Alejandro Jodorowsky (El Topo). Geplant waren rund 14 Stunden Laufzeit, epische Weltraumaufnahmen und Rolling-Stones-Frontmann Mick Jagger, Regie- und Schauspielikone Orson Welles (Citizen Kane) und der exzentrische Surrealist Salvador Dalí als Darsteller. »Ich wollte einen cineastischen Propheten erschaffen«, erinnert sich Jodorowsky an seine Unternehmung Mitte der 70er Jahre. Aber noch bevor der eigentliche Dreh beginnen konnte, war Jodorowsky's Dune Geschichte.

Der Chilene war mit einer solchen Begeisterung an das ambitionierte Werk gegangen, dass er die Kosten aus den Augen verlor. Schon in der Vorproduktion in Paris verpulverte er ein Drittel des Anfangsbudgets. Für das gesamte Team, das Jodorowsky als seine »heiligen Krieger« betrachtete, war das Ende eine herbe Enttäuschung; es erfuhr davon im Weihnachtsurlaub per Telegramm.

Vor allem den jungen Drehbuchschreiber und als Special-Effects-Spezialisten engagierten Dan O'Bannon traf es schwer. So schwer, dass er nach dem unerwarteten Aus einen Nervenzusammenbruch erlitt. Er hätte zu diesem Zeitpunkt alles geglaubt, nur nicht, dass sich dieser Tiefpunkt für ihn in etwas Gutes wandeln sollte. Doch tatsächlich bildete der tote Körper von Dune den späteren Protein-Pool für eines der stärksten und brutalsten Monster der Filmgeschichte: das Alien.

Alien: Isolation - GamePro-Interview mit Sigourney Weaver 4:42 Alien: Isolation - GamePro-Interview mit Sigourney Weaver