Microsoft - 335 Aufforderungen an Google, sich selbst zu löschen

Webseiten, die das Urheberrecht verletzten, können auf Antrag aus den Suchergebnissen von Google entfernt werden, doch die meist automatisierten Systeme liefern oft kuriose Löschanfragen.

von Georg Wieselsberger,
13.10.2012 08:45 Uhr

Wie Dailytech berichtet, hat Microsoft die Bearbeitung solcher »DMCA Takedown Requests« in den USA an mehrere externe Firmen ausgelagert, die anscheinend mit fehlerhaften, automatisierten Systemen arbeiten und damit für seltsame Löschanfragen verantwortlich sind.

So forderte das Unternehmen Marketly im Auftrag von Microsoft immerhin elf Mal, dass die Microsoft-Suchmaschine Bing aus den Google-Suchergebnissen gelöscht werden soll und forderte Google gleich 335 Mal auf, sich selbst zu löschen. LeakID, ein weiterer Microsoft-Partner, wollte die Webseiten der US-Umweltschutzbehörde und des Gesundheitsministeriums löschen lassen.

Alleine im Juli forderte Microsoft außerdem die Entfernung von Webseiten wie BBC News, CBS, Rotten Tomatoes, Techcrunch oder The Huffington Post aus den Google-Suchergebnissen. Für Wikipedia gab es insgesamt vier Löschanfragen durch LeakID im Auftrag von Microsoft. Dass es zu solchen Fehlern kommt, dürfte auch an der hohen Anzahl der Anfragen liegen, denn Google hat inzwischen fast fünf Millionen Löschanfragen von Microsoft erhalten.


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