Microsoft greift Botnetz an - Mit gerichtlicher Erlaubnis

Microsoft hat in den USA die gerichtliche Erlaubnis erhalten, gegen eines der größten Botnetze des Internets vorzugehen.

von Georg Wieselsberger,
26.02.2010 10:34 Uhr

Das Waledac-Botnetz gilt als eine der größten Quellen für Spam-Mails und soll laut Microsoft in der Lage sein, an einem einzigen Tag bis zu 1,5 Milliarden Mails zu verschicken.

Da die Hintermänner, die in Ost-Europa vermutet werden, nicht greifbar sind, hat Microsoft die Domain-Verwalter von VeriSign, die für .com-Domains zuständig sind, als Angriffspunkt ausgemacht. Mit Hilfe des Gerichtes wurde VeriSign nun angewiesen, die von Waledac als Befehls- und Kontroll-Server genutzten Domains zu deaktivieren. Insgesamt handelt es sich um 277 Webadressen.

Damit wurde der Kontakt von Zigtausenden »Zombie-Rechnern« mit dem Botnetz unterbrochen, so Microsoft. Allerdings nutzt Waledac auch P2P-Technik, die auf Domains nicht angewiesen ist. Besiegt ist das Botnetz also noch lange nicht.

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