Microsoft kauft LinkedIn - 26,2 Milliarden US-Dollar für das soziale Karriere-Netzwerk

Das soziale Netzwerk LinkedIn, das vor allem für berufliche Zwecke verwendet wird, wird bald Microsoft gehören. Der Softwarekonzern bezahlt dafür rund 26,2 Milliarden US-Dollar, umgerechnet 23,2 Milliarden Euro.

von Georg Wieselsberger,
14.06.2016 13:50 Uhr

Microsoft übernimmt LinkedIn für enorme 26,2 Milliarden US-Dollar. (Bildquelle: Microsoft)Microsoft übernimmt LinkedIn für enorme 26,2 Milliarden US-Dollar. (Bildquelle: Microsoft)

Microsoft hat die Übernahme des sozialen Karriere-Netzwerks LinkedIn bekanntgegeben und wird dafür 26,2 Milliarden US-Dollar oder umgerechnet rund 23,2 Milliarden Euro bezahlen. Pro Aktie bezahlt Microsoft 196 US-Dollar. Bei der Bekanntgabe der Übernahme lag der Preis pro Aktie an der Börse bei 131 US-Dollar. Inzwischen steht der Kurs bei über 192 US-Dollar und ist damit seit der Bekanntgabe um fast 47 Prozent gestiegen.

Noch steht die Übernahme zwar unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Kartellbehörden und die Aktionäre, doch Microsoft und LinkedIn gehen davon aus, dass das Geschäft bis Ende 2016 abgeschlossen werden kann. LinkedIn soll weiterhin selbständig arbeiten. CEO Jeff Weiner wird das soziale Netzwerk weiter führen, untersteht nun aber direkt dem Microsoft-CEO Satya Nadella. Auch Mitgründer Reid Hoffmann, der aktuell Aufsichtsratsvorsitzender bei LinkedIn ist, bleibt auf seinem Posten.

LinkedIn hat laut eigenen Angaben rund 433 Millionen Nutzer weltweit und konnte in den letzten Jahren ein großes Wachstum vorweisen, alleine im mobilen Bereich legte LinkedIn im letzten Jahr um 49 Prozent zu. Hier sehen Nadella und Weiner sogar noch viel weiteres Potential, denn Microsoft will LinkedIn mit seinen eigenen Angeboten aus dem Office- und Cloud-Bereich erweitern und so dafür sorgen, dass sich die Mitglieder von LinkedIn noch besser vernetzen können.

Den enormen Kaufpreis wird Microsoft nicht aus den vorhandenen Barreserven begleichen, da diese nicht in den USA lagern und Steuern fällig würden. Stattdessen will Microsoft die Übernahme durch die Aufnahme von Schulden finanzieren.

Quelle: Microsoft


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