Microsoft Kinect - Patentantrag für Überwachung wegen Jugendschutz und Lizenzrechten

Microsoft scheint die Möglichkeiten der Sensortechnik des Kinect-Controllers auch für die Überwachung von Zuschauern und dem Durchsetzen von Jugendschutzvorschriften und Lizenzrechten einsetzen zu wollen.

von Georg Wieselsberger,
07.11.2012 13:55 Uhr

Die theoretischen Einsatzmöglichkeiten des Kinect-Controllers haben bei Microsoft schon zu mehreren Patentanträgen geführt. Erst im Juni 2012 wurde ein Patent eingereicht, das beschreibt, wie die Körpersprache und der Gesichtsausdruck von Nutzern erkannt und mit weiteren Daten dann für die Einblendung von »passender« Werbung genutzt werden kann.

Ein neuer Patentantrag von Microsoft nennt zwar den Kinect-Controller nicht direkt, weist aber auf ähnliche Sensoren und Kameras hin, die beispielsweise erkennen sollen, wie viele Personen sich im Raum befinden. Diese Information soll dann genutzt werden, um bei der Wiedergabe von Medien festzustellen, ob die vorhandene Lizenz für die Anzahl der Zuschauer gültig ist. Außerdem könnte auch analysiert werden, ob sich Kinder vor dem Bildschirm befinden und die Wiedergabe von nicht jugendfreien Inhalten gesperrt werden.

Wie schon bei den anderen Patentanträgen von Microsoft ist nicht klar, ob diese Ideen tatsächlich umgesetzt werden sollen. Es dürfte auch weiterhin mehr als fraglich sein, ob die Dauerüberwachung durch Sensoren und Kameras im eigenen Heim für Werbe- oder Lizenz-Zwecke von Kunden akzeptiert wird.


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