Microsoft Research - Patent auf Nutzung virtueller Keyboards nur mit den Augen

Microsoft hat in den USA ein Patent zugesprochen bekommen, in dem die Texteingabe durch »Tippen mit den Augen« beschrieben wird.

von Georg Wieselsberger,
29.12.2014 14:49 Uhr

Microsoft forscht an der Texteingabe nur mit den Augen.Microsoft forscht an der Texteingabe nur mit den Augen.

Schon heute gibt es einige Geräte, die die Augenbewegungen eines Nutzers verfolgen und bestimmter Aktionen als Reaktion darauf ausführen. So kann beispielsweise schon das Samsung Galaxy S4 ein Video abspielen und hält die Wiedergabe an, sobald der Nutzer nicht mehr auf den Bildschirm sieht. Auch die Eingabe von Text mit den Augen wurde vor einiger Zeit von Microsoft Research mit Hilfe eines virtuellen Keyboards vorgeführt. Nun hat das Unternehmen am 23. Dezember 2012 laut WinBeta auch ein Patent auf diese Technik erhalten. Der Antrag wurde allerdings schon im Juni 2012 eingereicht.

Der Text beschreibt, wie rein durch das Verfolgen der Augenbewegungen eines Nutzers Texte eingegeben werden und dabei auch die Bewegungen von einem Buchstaben zum nächsten für die Erkennung des gewünschten Wortes verwendet werden. So können durch bestimmte Muster per Wahrscheinlichkeitsberechnung auch ganze Wörter auf einmal erkannt werden, während der Nutzer die einzelnen Buchstaben nur sehr kurz fixieren muss. Vor rund zweieinhalb Jahren, als der Antrag eingereicht wurde, war es aber noch notwendig, einzelne virtuelle Tasten längere Zeit anzusehen.

Auch die Kombination mit Kameras in verschiedenen sichtbaren und unsichtbaren Wellenlängen oder Bewegungssensoren beschreibt die Patentschrift. Als Einsatzzwecke für die »Eye-Typing Term Recognition« sieht Microsoft nicht nur Desktop-PCs, sondern auch Smartphones und Tablets. Die Technik könnte aber auch in Datenbrillen zum Einsatz kommen und natürlich vor allem Menschen, die ihre Hände nicht zur Eingabe von Texten verwenden können, bei der Bedienung von Geräten helfen. Ob und wann Microsoft Eye-Typing in erhältlichen Produkten einsetzen wird, ist nicht bekannt.


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