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Might & Magic: Heroes 6 im Test - Frische Helden im alten Glanz

Wieviel Veränderung verträgt der sechste Teil einer Serie, die bereits mit dem dritten die Perfektion erreicht hatte? Viel, lautet Ubisofts Antwort für den Rundenstrategie-Klassiker. Und sie behalten recht – meistens. Inwiefern, klärt unser Test zu Might & Magic: Heroes 6.

von Patrick Lück,
13.10.2011 17:00 Uhr

An wen denken wir, wenn das Wort »Held« fällt? An Odysseus, Oliver Kahn, Maggie Simpson? Oder gar an Larry Laffer? Gewiss, gerade die Computerspiel-Historie strotzt nur so vor Möchtegern-, Anti- oder Sonstwas-Helden. Kein Spiel ohne eigenen Guybrush, Shepard, Namenlosen oder Lara Croft. Klar, deshalb spielen wir ja – einmal im Leben selbst der Held sein. Einige Titel verhehlen ihr Streben nach dem Heldenruhm gar nicht, ganz so wie die langlebige und populäre Heroes of Might & Magic-Reihe. Seit 1995 ist der Strategie-Rollenspiel-Mix nun schon im Geschäft und erlebt mit Might & Magic: Heroes 6 von Ubisoft nun eine Neuauflage.

Kopierschutz
Might & Magic: Heroes 6 setzt lediglich zur Installation eine Internetverbindung voraus, nicht mehr bei jedem Spielstart. Für die Online-Funktionen des Spiels wird der Zugang natürlich dennoch benötigt.

Abwertung
Unsere Testversion plagten noch zahlreiche kleinere Bugs sowie gelegentliche Abstürze. Zum Beispiel verließen unsere Helden die Garnison innerhalb der Städte umgehend wieder, so dass sie stets außerhalb der Stadtmauern standen. Ebenso führte das Laden mancher Speicherstände zu defekten Spiel-Darstellungen. Dazu fielen viele Kleinigkeiten auf, wie beispielsweise nicht markierte Laufwege unserer Helden und vieles mehr.

Ubisoft selber weist darauf hin, dass ihnen selbst noch über 400 weitere Unstimmigkeiten, KI- & Balance-Schwächen oder Bugs bekannt seien. Die seien aber bis zum Release der Verkaufsfassung garantiert behoben. Da wir aber nicht wissen, ob auch ausgerechnet die von uns beobachteten Bugs sowie die im Test besprochenen Balance-Probleme behoben werden, werten wir solange bei der Atmosphäre und der Balance jeweils um einen Punkt ab.

Patch-Info
Ubisoft hat bereits für die Zeit kurz nach dem Release einen Patch angekündigt, der unter anderem ein automatisches Matchmaking-System für den Online-Mehrspieler-Teil einführen und die viel kritisierte Stadtansicht nochmals verbessern soll. Näheres zum Patch berichten wir dann auf Gamestar.de, sobald er erschienen ist.

Ist das noch unser altes Heroes?

»Das wurde auch verdammt nochmal Zeit«, würden einige Heldenkollegen dem Spiel jetzt entgegen raunzen, denn schließlich liegt der letzte Ableger Heroes of Might & Magic 5 nun schon fünfeinhalb Jahre zurück. Damals hatte Ubisoft die Fangemeinde -- die überwiegend den dritten Teil als Krönung ansieht -- nach der umstrittenen Nummer Vier (mitkämpfende Helden!) wieder mit der Serie versöhnt und sich auf alte Stärken besonnen.

Might & Magic: Heroes 6 - Screenshots ansehen

Im Vorfeld zu Might & Magic: Heroes 6 kamen aber erste Befürchtungen auf, die zurück gewonnene Sympathie durch zahlreiche Veränderungen gleich wieder zu verlieren. Nur vier Rohstoffe, ein freies Skill-System, Regionen-Kontrolle, eine fehlende Stadtansicht – die Liste der Änderungen ist lang und bei vielen haben Veteranen im Vorfeld gefürchtet: »Ist das noch unser altes Heroes?«.

Die Fraktion: Mehr Samurais, weniger Bäume kuscheln

Ums heldenhaft kurz zu machen: umsonst befürchtet. Heroes 6 ist trotz kleiner Macken im Detail ein großartiges Spiel, das mit sinnvollen Neuerungen aufwartet und trotzdem ganz den alten Charme versprüht. Denn in seinem Kern bleibt das unverwüstliche Spielprinzip unangetastet. Zunächst wählen wir eine von fünf unterschiedlichen Fraktionen aus. Da wären diesmal die altbekannten Parteien Zuflucht (menschliche Ritter mit Engeln und Greifen), Inferno (Dämonen direkt aus der Hölle), Necropolis (untote Skelette, Vampire oder Ghule) sowie Bastion (Orks, Goblins oder Harpyien).

Zuflucht Anton tritt die Nachfolge seines Vaters Slava als Greifen-Herzog an. Er befehligt die Zufluchts-Fraktion mit Rittern, Armbrustschützen, Greifen oder Engeln.

Nekropolis Anastasya stirbt noch vor Kampagnenbeginn und entsteigt der Welt der Toten als Untote. Sie führt fortan die Nekropolis-Fraktion samt Ghulen, Vampiren oder Skeletten in die Schlacht.

Sanktuarium Irina flieht aus der Gefangenschaft einer arrangierten Ehe mit einem widerlichen Herzog. Sie schließt sich der neuen Sanktuariums-Fraktion an, die über krötenähnliche Geschöpfe (Kappas), Wasser-Jungfrauen oder Wasserdrachen verfügt.

Inferno Der unfreiwillig bessene Kiril führt die dämonische Inferno-Brut an, deren Geschöpfe wie Cerberi oder Succubi direkt aus den Tiefen der Hölle stammen.

Bastion Die orkische Bastions-Fraktion führt Sandor an. Er gebietet über Goblins, Zentauren oder Harpyien.

Völlig neu ist lediglich die fünfte Sanktuariums-Fraktion, die eine Mischung aus japanischem Samurai-Feudalismus, den von den Magiern bekannten Nagas und mythischen wasseraffinen Wesen wie Wasserdrachen oder Kampfkröten darstellt. Uns ist die neue Partei auf Anhieb sympathisch, so dass wir alte Gruppierungen wie Baumkuschel-Elfen (Schutzwall) oder abstoßende Echsenwesen (Festung) gar nicht erst vermissen.

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