Mount & Blade 2: Bannerlord - Einfluss-System und Armee-Management erklärt

Von Jochen Redinger | Datum: 06.10.2017 ; 12:21

Im Mittelalter einen geordneten und erfolgreichen Feldzug zu führen, war keine leichte Sache, davon können deutsche Kaiser wie Friedrich Barbarossa ein Liedchen singen. Irgendwer ist immer mit irgendwas unzufrieden und der Heerführer muss durch Geschick und Autorität verhindern, dass die Unternehmung auseinanderbricht.

Wie sich diese Last anfühlt, werden die Spieler von Mount & Blade 2: Bannerlord am eigenen Leib erfahren, denn wie Entwickler Taleworlds in einem neuen Dev Blog vom 5. Oktober erklärt hat, wird der Einfluss, eine neue Ressource auf der Weltkarte, maßgeblichen … Einfluss auf unsere Militärkarriere haben.

Einfluss als Grundlage der Macht

Neben dem Gold, das wir für den Sold unserer Soldaten und neue Ausrüstung brauchen, ist Einfluss die zweite »Währung« der Kampagnenkarte. Jede unserer Taten gewährt uns eine bestimmte Menge an Einfluss, seien es das Ausräuchern von Banditen oder Plünderungen.

Der gesammelte Einfluss spiegelt dann unsere politische Stellung innerhalb der Fraktionshierarchie wider. Wollen wir etwa einen besonders reichen und machtvollen Lord auf unsere Seite ziehen, damit er uns im Kampf beisteht, brauchen wir dazu mehr Einfluss als für einen armen Schlucker.

Mit der militärischen Unterstützung der verbündeten Armee wiederum können wir unseren Einfluss durch bedeutsame Taten wie Stadteroberungen weiter ausdehnen. Weil der Einflussgewinn durch solche Erfolge direkt an uns als Initiator geht, müssen wir stets abwägen, wie viel wir investieren wollen.

Ohne Einfluss keine Armee

Hüten müssen wir uns nur davor, unseren Einfluss zu verlieren. Genau wie im Mittelalter verlassen Lords und ihre Truppen erfolglose Heerführer schneller als wir Lamellenpanzer sagen können. Außerdem müssen wir immer darauf achten, wie unsere versammelte Armee aufgestellt ist.

Faktoren wie die Nahrungsvorräte, Moral, politische Spannungen zwischen den Fürsten und die Entfernung zur Heimat beeinflussen ständig die Einflusskosten des Heeres, das nach Angaben der Entwickler zu einer »wandernden Siedlung« mit eigener Benutzeroberfläche wird.

Komplett neu ist das System allerdings nicht, auch in Mount & Blade: Warband konnten wir durch unseren politischen Stand im Reich zum Marschall aufsteigen und einen Feldzug anführen. Im Vergleich zum Vorgänger soll der Einfluss in Bannerlord jedoch transparenter einsehbar und damit leichter handhabbar sein.

Ebenfalls eine Verbesserung gegenüber Warband: Eine Armee teilt sich den Ressourcen-Pool aller beteiligten Lords. Vorbei sind die Zeiten, in denen wir selbst mühsam Vieh treiben und Bier für unsere Truppen kaufen (oder plündern) mussten.

Einflussreiche Könige und ihre Lehnsmänner

Ziel der Entwickler ist es, mit dem Einfluss-System die feudale Ordnung Calradias besser als noch in Warband abzubilden. Könige und einflussreiche Lords haben es leichter, Feldzüge zu organisieren, während wir anfangs vor allem unseren Aufgaben als Lehnsmann nachkommen müssen, um im Machtgefüge der Welt aufzusteigen.

Ein Release-Termin für Mount & Blade 2: Bannerlord steht noch nicht fest, wir gehen jedoch von frühestens 2018 aus.

Das ultimative Mittelalter-Spiel? Unser Bericht vom Entwicklerbesuch (GS Plus)

Video: Mount & Blade 2: Bannerlord - Sergeant-Demo im Video: Massenschlachten im Singleplayer-Modus - Und wir im mittleren Management. Zum Anschauen des Videos auf GameStar.de einfach auf das Bild klicken.

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