Mozilla Firefox - Könnte nun doch für iPhone und iPad erscheinen

Bislang gibt es wegen der Regeln von Apple den beliebten Browser Firefox nicht für iOS. Das soll sich ändern.

von Georg Wieselsberger,
04.12.2014 14:47 Uhr

Firefox wird nun wohl doch für iOS veröffentlicht.Firefox wird nun wohl doch für iOS veröffentlicht.

Vor über eineinhalb Jahren hatte Mozilla bekanntgegeben, dass man den eigenen Browser Firefox nicht für Geräte mit iOS wie das iPhone oder iPad anbieten werde. Grund dafür seien die Bestimmungen von Apple, die Hersteller von Browsern dazu zwingen, Apple-eigene Schnittstellen und eine festgelegte Engine zu verwenden. Gleichzeitig nutze Apple selbst aber für Safari schnellere Versionen, so dass der hauseigene Browser unter iOS stets schneller als alle Konkurrenten ist. Diese Einschränkungen wollte Mozilla nicht hinnehmen und hatte daher die damals schon in Entwicklung befindliche iOS-Version von Firefox eingestellt.

Doch diese Einstellung scheint sich nun zu ändern. Wie Techcrunch meldet, hat sich der Firefox Release Manager Lukas Blakk zu Wort gemeldet und erklärt, Firefox müsse da sein, wo auch die Nutzer sind. »Also wird es Firefox auf iOS geben«. Kurz darauf hat auch Mozilla selbst in einem Blogbeitrag kurz zu diesem Thema Stellung bezogen. Man wolle den Nutzern auf jeder Plattform die Wahl des Browsers ermöglichen. Aktuell befinde man sich in den ersten Phasen eines Tests von »etwas, das es iOS-Nutzern erlaubt, ein Firefox-ähnliches Erlebnis zu wählen«.

Was genau hinter dieser recht schwammigen Formulierung steckt, ist nicht klar. Da die Entwickler das »Experiment« aber eben erst starten, soll es erst später weitere Informationen dazu geben. Google Chrome verwendet unter iOS die vorgeschriebenen Schnittstellen von Apple und auch Opera ist für das Apple-Betriebssystem erhältlich. Opera nutzt allerdings einen Trick und lässt die Seiten auf einem externen Server berechnen, bevor sie dann auf dem Gerät dargestellt werden. Da Apple für Firefox keine Ausnahme machen wird, dürfte sich Mozilla wohl für eine dieser beiden Möglichkeiten entscheiden. Immerhin könnten Firefox-Nutzer dann einen »ähnlichen« Browser und vor allem ihre synchronisierten Daten auch auf iOS-Geräten verwenden.


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