Nintendo - Aktienkurs sinkt nach Gewinnwarnung um bis zu 18 Prozent (Update)

Nintendo hat jetzt eine Gewinnwarnung ausgesprochen, da der Hersteller unter anderem den prognostizierten Umsatz in Höhe von 920 Milliarden Yen weit verfehlen wird. Der Präsident Satoru Iwata will jedoch nicht von seinem Amt zurücktreten. Die Warnung hatte auch Auswirkungen auf den Aktienkurs.

von Andre Linken,
20.01.2014 13:43 Uhr

Satoru Iwata bleibt trotz schwacher Geschäftszahlen Präsident bei Nintendo.Satoru Iwata bleibt trotz schwacher Geschäftszahlen Präsident bei Nintendo.

Update 20. Januar 2014: Die Gewinnwarnung hatte umgehend auch negative Auswirkungen auf den Aktienkurs von Nintendo. Laut einem Bericht von BBC sank der Kurs an der Börse in Tokio zwischenzeitlich um etwas mehr als 18 Prozent, bevor er sich dann wieder etwas erholen konnte. Am Ende schloss das Wertpapier von Nintendo mit einem Verlust von etwas mehr als elf Prozent, was jedoch noch immer ein ziemlich deutliches Signal war.

Originalmeldung: Die Geschäfte bei Nintendo laufen derzeit anscheinend deutlich schlechter als erwartet. Die Folge: Der japanische Hersteller hat jetzt ganz offiziell eine Gewinnwarnung ausgegeben.

Demnach wird Nintendo den prognostizierten Umsatz im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 920 Milliarden Yen weit verfehlen. Stattdessen geht das Unternehmen derzeit von nur noch 590 Milliarden aus - zirka ein Drittel weniger. Das wird auch Auswirkungen auf das Betriebsergebnis, denn Nintendo erwartet jetzt einen Nettoverlust 25 Milliarden Yen - ursprünglich war ein Nettogewinn in Höhe von 55 Milliarden Yen angepeilt.

Für diese negative Entwicklung sind unter anderem die deutlich unter den Erwartung liegenden Absatzzahlen einiger Konsole. Eigentlich wollte Nintendo im Verlauf dieses Geschäftsjahres neun Millionen Exemplare der Wii U verkaufen. Mittlerweile gehen die Japaner nur noch von 2,9 Millionen Verkäufen aus. Auch beim Nintendo 3DS hat das Management den erwarteten Absatz von 18 Millionen auf 13,5 Millionen Exemplare gesenkt.

Personelle Konsequenzen werden diese Zahlen - zumindest vorerst - nicht nach sich ziehen. So erklärte der Präsident von Nintendo, Satoru Iwata, zwar, dass er sich für diese Entwicklung verantwortlich zieht. Allerdings schließt er einen Rücktritt von seinem Amt derzeit aus. Vielmehr will er alles versuchen, um die Geschäfte wieder in die richtigen Bahnen zu lenken.


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