Nvidia Shield Android TV neu aufgelegt - Mehr Software- als Hardwareupdate

Die Eröffnungs-Keynote der CES nutzte Nvidia unter anderem, um über die neu aufgelegte Multimediakonsole Shield Android TV zu sprechen - auf die Geforce GTX 1080 Ti warteten die Zuschauer indes vergebens.

von Dennis Ziesecke,
05.01.2017 13:45 Uhr

Nvidias Shield Android TV ist in V2.0 kleiner geworden und verfügt über Spracheingabefunktionen.Nvidias Shield Android TV ist in V2.0 kleiner geworden und verfügt über Spracheingabefunktionen.

Mit der Shield Android TV bietet Nvidia schon seit etwas über einem Jahr einen außergewöhnlich guten Medienplayer mit eher begrenzter Spieletauglichkeit an - genau das Gegenteil von Playstation 4 und Xbox One also, die zwar das Gaming gut beherrschen aber als Medienplayer versagen. Nun folgt die recht behutsam überarbeitete Version 2.0 der Shield.

Gamestar-Test des Vorgängers: Nvidia Shield Android TV

Nein, bis zum Ende der Nvidia-Keynote zur Eröffnung der CES 2017 warteten die Zuschauer vergebens auf ein Wort zur Geforce GTX 1080 Ti. Stattdessen stellte Nvidia neben Computern für autonome Autos und der PC-Fassung des Streamingdienstes Geforce Now nur die Neuauflage von Shield Android TV vor.

Tegra X1 mit Maxwell-Grafik

Ein großes Update ist die neue Shield-Konsole nicht - das Gehäuse ist von 21x13x2,5 Zentimeter auf 16x10x2,6 Zentimeter sichtbar geschrumpft. Da ist wenig Platz für ein neues Innenleben und tatsächlich kommt die bereits bekannte Hardware auf Basis des Nvidia Tegra X1 zum Einsatz. Dieser taktet mit 2,0 GHz und verfügt über 2x4 ARM-Cortex-Rechenkerne und 256 Maxwell-Shadereinheiten. Eben dieser Chip wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in Nintendos Switch zum Einsatz kommen, dort aber wohl im Takt beschnitten.

Der Arbeitsspeicher ist weiterhin 3,0 GByte groß, als Festspeicher stehen je nach Modell 16 GByte Flash oder 500 GByte HDD-Speicher zur Verfügung. WLAN ist nach 802.11ac integriert, ein Gigabit-LAN-Port ist ebenso wie USB 3.0 vorhanden. Für die Bildausgabe ist HDMI 2.0 mit HDCP 2.2 und CEC verbaut. Dieser beherrscht auch HDR, was Nvidia nutzt um Netflix in 4K und mit HDR zu unterstützen.

Höherer Preis dank beiliegender Fernbedienung

Eingespart wurde indes der Micro-SD-Kartenleser und Micro-USB-2.0. Zwar steigt der Preis von 199€ (16 GByte) beziehungsweise 299€ (500 GByte) auf 229€ beziehungsweise 329€, im Gegenzug legt Nvidia der Shield nun aber nicht nur ein Gamepad sondern auch eine Fernbedienung kostenlos bei. Als Betriebssystem kommt Android 7 zum Einsatz, was Nvidia nutzt um auch den Google Assistant zu integrieren - dem Pro-Modell mit 500 GByte HDD liegt daher eine Fernbedienung mit integriertem Mikrofon bei.

Nvidias Shield Android TV lässt sich in der neuen Version bereits vorbestellen, ausgeliefert wird dann am 16. Januar.


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