Nvidia Shield Set-Top-Box - Mix aus Spiele-Konsole und »Supercomputer« (Update)

Nvidia hat auf der Game Developers Conference 2015 ein weiteres Gerät aus seiner Shield-Serie vorgestellt: eine Set-Top-Box mit Android.

von Georg Wieselsberger,
05.03.2015 07:38 Uhr

Die Nvidia Shield Set-Top-Box soll 35 Mal mehr Leistung bieten als die nächstbeste Set-Top-Box.Die Nvidia Shield Set-Top-Box soll 35 Mal mehr Leistung bieten als die nächstbeste Set-Top-Box.

Update: Laut einer Meldung von PC Perspective gibt es noch einen Punkt, der den Streaming-Dienst GRID für Käufer der neuen Shield-Set-Top-Box noch interessanter machen könnte. Wie wir schon berichtet hatten, wird es neben der Mögllichkeit, Spiele als Stream zu mieten, auch ein Angebot geben, Spiele als Stream zu kaufen und damit zeitlich unbegrenzt spielen zu können. In diesem Fall erhalten die Käufer laut dem Bericht auch einen Steam-Key für dieses Spiel und können dies also auch auf ihrem PC spielen und nicht nur über die neue Nvidia-Konsole.

Originalmeldung: Die »revolutionäre Gaming-Plattform“, die Nvidia auf der Game Developers Conference 2015 vorstellen wollte, stammt nicht aus dem Bereich Virtual-Reality. Stattdessen handelt es sich um eine »Shield«-Set-Top-Box mit dem Betriebssystem Android TV und dem hauseigenen Tegra X1 als Prozessor. Der Tegra X1 soll ungefähr die doppelte Leistung einer Xbox 360 bei halbem Energieverbrauch bieten. Das bedeutet laut Nvidia auch, dass die Shield-Box mehr als 35 Mal so viel Leistung bietet wie andere Set-Top-Boxen.

Nvidia bezeichnet das Gerät als die »weltweit erste 4K-Android-Konsole«, da die Set-Top-Box UltraHD-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde wiedergeben kann, von lokalen Inhalten oder als Stream. Der interne Speicher ist zwar nur 16 GByte groß, kann jedoch über einen Micro-SD-Slot erweitert werden. Außerdem stehen zwei USB-3.0-Anschlüsse bereit, über die beispielsweise auch externe Festplatten verbunden werden können. Die Shield-Box kann per Sprache gesteuert werden. Die kleine Bluetooth-Fernbedienung besitzt dazu ein Mikrofon, aber auch das dazugehörige Gamepad ist entsprechend ausgestattet.

Nvidia hat sich auch viel Unterstützung aus der Spielebranche gesichert. So soll es zum Marktstart einen eigenen Shield Store geben, in dem dann mehr als 50 Spiele angeboten werden. Laut der Demo werden darunter auch Klassiker wie Portal, Half-Life 2: Episode 1, oder Knights of the Old Republic sein. Die anwesenden Entwickler von Gearbox Software, id Software und Crytek führten aber auch Borderlands: The Pre-Sequel, Doom 3 BFG Edition und auch Crysis 3 vor und belegten so die Leistungsfähigkeit der Shield-Box.

Laut Nvidia ist die kleine Box auch ein »Supercomputer«, der Zugriff auf noch mehr Leistung in der Cloud besitzt. Über den GRID-Spielestreaming-Dienst kann die Shield-Box auch aktuelle PC-Titel wie beispielsweise The Witcher 3: Wild Hunt nutzen, die ansonsten zu anspruchsvoll für die Hardware wären. Hier soll es sowohl die Möglichkeit geben, Titel für eine gewisse Zeit zu mieten oder aber zu kaufen. Nvidia will die Shield-Box zusammen mit einem Gamepad im Mai 2015 auf den Markt bringen. Der Preis soll bei 200 US-Dollar liegen.

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