Nvidia GM200 - Größter Maxwell-Grafikchip angeblich mit 3.072 Shadern

Der größte Maxwell-Grafikchip von Nvidia soll angeblich 3.072 Shader-Einheiten besitzen und auf einer Profi-Grafikkarte zum Einsatz kommen.

von Georg Wieselsberger,
02.01.2015 10:43 Uhr

Die Geforce GTX 980 wäre deutlich langsamer als die angebliche Nvidia Quadro M6000.Die Geforce GTX 980 wäre deutlich langsamer als die angebliche Nvidia Quadro M6000.

Im Internet ist ein Screenshot aufgetaucht, auf dem die Daten eine Profi-Grafikkarte von Nvidia mit dem voll ausgebauten GM200-Grafikchip zu sehen sind. Es handelt sich um eine Nvidia Quadro M6000. Die Daten stammen aus dem Grafikkarten-Tool GPU-Z, das die Spezifikationen von Grafikkarten auslesen kann. Allerdings gibt es dabei gelegentlich auch Fehler, wenn eine noch nicht offiziell vorgestellte Grafikkarte verwendet wird. Der Grafikchip trägt den Codenamen 17F0 und stellt damit einen komplett neuen Nvidia-Grafikchip dar. Auch die anderen Daten deuten darauf hin, dass es sich um den voll freigeschalteten GM200-Grafikchip handelt.

So besitzt die neue GPU gleich 3.072 Shader-Einheiten, 96 Raster-Operatoren und wohl 256 Textur-Einheiten. Letzteres wird von Videocardz.com aber bezweifelt, da die Maxwell-Architektur hier eigentlich 192 Textur-Einheiten erwarten ließe. Die Nvidia Quadro M6000 taktet die GPU laut den Angaben mit 988 MHz und besitzt 12 GByte GDDR5, das effektive 6,6 GHz schnell und über ein 384-Bit-Speicherinterface angebunden ist. Ein Vergleich mit einer Geforce GTX 980 zeigt, dass ein neuer Grafikchip mit diesem Daten ein gewaltiger Leistungssprung wäre. Der GM204 auf der Geforce GTX 980 besitzt nur 2.048 Shader-Einheiten, 64 Raster-Operatoren und 128 Textur-Einheiten. Die höheren Taktraten von 1.127 MHz für die GPU und effektiven 7 GHz für den Speicher könnten diesen Unterschied bei weitem nicht wettmachen.

Allerdings ist die Echtheit der Angaben zur Quadro M6000 nicht gesichert. Ungewöhnlich wäre es aber nicht, wenn Nvidia die leistungsstärkste GPU zuerst wieder in auf der deutlich teureren Profi-Grafikkarten anbietet und vielleicht später eine etwas beschnittene Version als Geforce-Grafikkarte folgen lässt. Mehr Informationen gibt es vielleicht schon auf der Consumer Electronics Show, die am 6. Januar 2015 beginnt. Nvidia hält aber bereits am 4. Januar eine Pressekonferenz zur CES ab.

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