Nvidia PhysX - CPU-Support absichtlich verschlechtert? (Update)

Richard Huddy, der Worldwide Developer Relations Manager von AMD, wirft Nvidia absichtliche Verschlechterungen beim PhysX-Support von Mehrkern-Prozessoren vor.

von Georg Wieselsberger,
21.01.2010 13:45 Uhr

Bevor Nvidia Ageia und damit die PhysX-Technik gekauft habe, sei die Unterstützung von Mehrkern-Prozessoren beachtlich gewesen, so Huddy laut Xbit Labs. Doch wenn man sich PhysX nun ansehe, so würde nur meistens nur noch ein CPU-Kern, höchstens aber zwei Kerne für die Berechnungen verwendet.

Laut Huddy kümmere sich Nvidia nicht um die Unterstützung von Prozessoren, da man auf diese Weise den Eindruck erwecken wolle, der Grafikchip sei schneller als ein Prozessor. Das sei dieselbe Art Trick, wie sie Intel früher bei Compilern eingesetzt habe, die Prozessoren anderer Hersteller benachteiligte, um eigene CPUs schneller erscheinen zu lassen.

Nun entferne Nvidia alle Mehrkern-CPU-Optimierungen aus PhysX. Dabei sei ein Prozessor bei guter Programmierung in der Lage, die meisten Physik-Berechnungen zu erledigen. Diese besondere Betonung von GPU-Berechnungen komme nur von einem einzigen Unternehmen, das PhysX so bewerbe, als sei es Gottes Antwort auf alle Physik-Probleme. Stattdessen sei PhysX eher eine Lösung auf der Suche nach Problemen, so Huddy.

Update 21.01.2009

Inzwischen hat Nvidia auf die Vorwürfe von AMD reagiert. In einem Blogbeitrag schreibt Nadeem Mohammad, der schon bei Ageia mit PhysX beschäftigt war und nun für Nvidia arbeitet, dass es seit der Übernahme keine Änderungen gegeben hat, die Nutzung von mehreren CPU-Kernen absichtlich reduzieren.

Bei PhysX sei die Programmierschnittstelle so entworfen worden, dass die Kontrolle über einzelne Threads der Entwickler der Anwendung übernimmt. Eines der besten Beispiele sei 3DMark Vantage, das 12 Threads nutzen kann, wenn PhysX im Software-Modus läuft. Die Unterstützung von Mehrkern-Prozessoren und die Art und Weise der Programmierung habe sich nie geändert.

Außerdem sei PhysX für mehrere Plattformen erhältlich, beispielksweise auch für Spielekonsolen. Nvidia unterstütze und investiere in PhysX auf allen Plattformen und nicht nur auf denen, die GPU-Berechnungen ermöglichen. Die erneuten Vorwürfe eines Konkurrenten sind unbegründet, so Mohammad, und schlicht und einfach falsch.

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