Oculus Rift - Erstes Entwicklerkit ist nun Open Source

Firmware, Schaltungen und weitere Informationen zum ersten Oculus Rift sind nun Open Source.

von Georg Wieselsberger,
22.09.2014 10:38 Uhr

Die erste Version von Oculus Rift ist nun Open Source.Die erste Version von Oculus Rift ist nun Open Source.

Oculus VR hat auf seiner Veranstaltung Oculus Connect mit der Freigabe der Firmware und weiterer Informationen zum ersten Entwicklerkit von Oculus Rift als Open Source überrascht. Wie Nirav Patel erklärte, sind zwar einige Bauteile inzwischen nicht mehr erhältlich, die Informationen sind jedoch sicher für viele VR-Entwickler interessant. »Wir wollen nicht, dass jeder die selben Risiken eingehen muss wie wir. Wir wollen das, was wir gelernt haben, weitergeben, damit ihr das nicht tun müsst. Wir sind alle dabei, zusammen Virtual Reality zu erschaffen«, so Patel. Gerade am Anfang standen die Entwickler des Oculus Rift vor vielen Problemen.

Immerhin sei man nichts anderes als eine zusammengewürfelte Gruppe aus zehn Leuten gewesen, die niemand kannte und die »versuchte, ein Produkt zu schaffen, das niemand für möglich hielt«. Um das erste Oculus Rift überhaupt fertigstellen zu können, waren auch seltsame Erlebnisse notwendig. Beispielsweise eine Reise, auf der sich die Mitarbeiter stundenlang verschiedene Arten Schaumstoff auf die Gesichter hielten, um einen zu finden, der angenehm genug für längere Nutzung war. Anfangs war Oculus Rift auch nur mit einem 5,6-Zoll-Display geplant, doch noch bevor sie das Panel überhaupt erhielten, wurde dessen Produktion eingestellt. »Also haben wir uns wie verrückt beeilt, um auf dieses 7-Zoll-Panel zu wechseln, was dann zu diesem Brotdosen-Ding geführt hat«. Daher nutzte das erste Oculus Rift gar nicht die volle Bildschirmfläche, damit das VR-Headset so schnell wie möglich ausgeliefert werden konnte.

Auch viele weitere Details waren noch nicht ausgereift, aber trotzdem wolle man nun die Informationen an die Community weitergeben. Dabei hofft Oculus Rift auch, dass eventuell fehlende Teile durch 3D-Drucker produziert werden können und die VR-Community entsprechende Vorlagen liefert. Eine CAD-Vorlage für einen Tragekoffer ist aber bereits dabei. »Wir sind gespannt, was die Leute mit den einzelnen Komponenten machen werden«, erklärt Patel. Auch kommerzielle Produkte wie Tracker auf Basis des ersten Oculus Rift sind erlaubt. Ob das DK2 auch irgendwann Open Source wird, steht noch nicht fest. Man habe intern schon ein ganzes Jahr über die Freigabe des DK1 diskutiert. Die nun freigegebenen Informationen gibt es bei Github.


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