Oculus Rift & The Matrix - »Egal welche Pille ihr wählt, wir gehen alle in den Kaninchenbau«

Virtual Reality ist auch für Michael Abrash von Oculus VR eine Art erster kleiner Schritt in eine Welt, die an den Film »Matrix« erinnert.

von Georg Wieselsberger,
27.03.2015 06:01 Uhr

Bislang ist nicht klar, wann Oculus Rift veröffentlicht wird. (Bildquelle: Oculus VR)Bislang ist nicht klar, wann Oculus Rift veröffentlicht wird. (Bildquelle: Oculus VR)

Virtual Reality soll den Nutzer in eine Welt versetzen, die möglichst real wirkt. Als Chief Scientist hat Michael Abrash bei Oculus VR die Aufgabe, dieses Ziel technisch in die Wirklichkeit umzusetzen. Auch wenn das Erlebnis mit einem VR-Headset Oculus Rift noch lange nicht mit der simulierten Welt im Film »Matrix« zu vergleichen ist, nutzte Abrash den Film trotzdem, um das Konzept von Virtual Reality zu beschreiben. Auf der F8 Developer Conference zitierte er die von Laurence Fishburn gespielte Figur Morpheus aus einem Dialog mit Neo.

»Was ist real? Wie definierst du 'Realität'? Wenn du darüber sprichst, was du riechen kannst, schmecken und sehen kannst, dann ist 'Realität' nichts als elektrische Signale, die von deinem Gehirn interpretiert werden.« Diesen Punkt führe Abrash dann in seinem Vortrag weiter aus und erklärte dem Publikum, wie das Gehirn eines Menschen die 'Realität' interpretiert und wie die Entwickler von Oculus Rift diese Informationen nutzen. Laut Abrash macht Oculus VR gute Fortschritte dabei, das Gehirn eines Nutzers dazu zu bringen, die virtuelle Welt als ebenso 'echt' anzuerkennen wie die tatsächliche Realität. »Wir haben sehr wenig Einfluss darauf, was wir wahrnehmen. Das macht Situationen, in denen wir eine Wahl haben, umso bedeutender. Virtual Reality, wenn sie richtig umgesetzt wird, ist wirklich Realität, soweit es den Betrachter betrifft.«

Nach dem kurzen Agent-Smith-Zitat »Es ist unvermeidlich« erklärte Abrash, dass er natürlich nicht Morpheus sei. Während hinter ihm ein Bild mit einer roten und einer blauen Pille eingeblendet wurde, sagte er: »Egal welche Pille ihr wählt, wir gehen alle zusammen in den Kaninchenbau«. Zu Oculus Rift selbst gab es zwar keine neuen Informationen, doch Abrash geht davon aus, dass die Auflösung der VR-Headsets irgendwann mindestens 5K x 5K pro Auge betragen muss, um Virtual Reality absolut echt wirken zu lassen. Seiner Ansicht nach wird es auch nicht mehr lange dauern, bis das erreicht wird, da der technische Fortschritt enorm schnell sei. Grafikkarten wie die Geforce GTX Titan X böten heute eine Milliarde Mal mehr Leistung als die Technik vor 30 Jahren, so Abrash.

Quelle: Venturebeat


Kommentare(25)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.