OCZ RevoDrive - Bootfähige SSD als Steckkarte [Update]

OCZ hat mit dem RevoDrive ein Solid-State-Laufwerk für den PCIe-Slot veröffentlicht, das im Gegensatz zu ähnlichen Angeboten günstiger und sogar bootfähig ist.

von Georg Wieselsberger,
21.08.2010 15:23 Uhr

Besonders schnelle Solid-State-Laufwerke werden durch den Anschluss an herkömmliche SATA 2-Controller ausgebremst. Aus diesem Grund gibt es auch SSDs, die sich auf einer PCI-Express-Steckkarte befinden, deswegen aber nicht bootfähig sind.

Doch OCZ hat dieses Problem erstaunlich einfach gelöst: die SSD befindet sich auf einer PCIe-4x-Steckkarte, die auch einen der üblichen, bootfähigen PCIe-RAID-Controller enthält und sogar zwei weitere SATA-Anschlüsse bietet. Das OCZ RevoDrive besteht aus zwei SSD-Bereichen, die der RAID-Controller zu einem Laufwerk verbindet und zusammen mit dem hochwertigen Sandforce-SSD-Controller Geschwindigkeiten von 540 MByte/s beim Lesen und 480 MByte/s beim Schreiben von Daten ermöglicht.

OCZ bietet drei Jahre Garantie und nennt eine durchschnittliche Lebensdauer von zwei Millionen Stunden für das RevoDrive. Das Laufwerk ist mit 120 und 240 GByte Speicherkapazität für 369 Euro und 656 Euro erhältlich und damit für die gebotene Leistung vergleichbar günstig.

Update 21.08.2010

Laut PC-Watch arbeitet OCZ inzwischen an einem RevoDrive-B, das mit der speziellen Controller-Software »Dataplex« von NVelo ausgestattet ist. Wird eine Festplatte an einen der SATA-Anschlüsse des RevoDrive angeschlossen, wird aus der Kombination aus SSD, Festplatte und Dataplex ein Hybrid-Laufwerk.

Die lernfähige Software speichert die am häufigsten verwendeten Daten auf der SSD und ermöglicht so laut NVelo deutlich höhere Geschwindigkeiten als eine Festplatte oder eine Hybrid-Festplatte. Im PCMark war das RevoDrive-B mehr als 3x so schnell wie eine Hybrid-Festplatte und knapp ein Drittel langsamer als die SSD alleine. In Sysmark hingegen schrumpfte der Vorteil der SSD vor der Dataplex-Kombination auf einstellige Prozentwerte zusammen, während die Hybrid-Festplatte keinen Vorteil mehr gegenüber einer normalen Festplatte aufwies.

Das RevoDrive-B soll mindestens 50 GByte Kapazität besitzen, damit der SSD-Cache auf jeden Fall 4x so groß ist wie der Arbeitsspeicher des Rechners. Laut NVelo ist dies Voraussetzung für schnelle Cache-Systeme. Preis oder Erscheinungsdatum des RevoDrive-B sind nicht bekannt.


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