Österreich - Polizei will "Network Bridge" bei Providern einbauen

Wie der ORF berichtet, will das österreichische Innenministerium eine "Branchenlösung" für die Internet-Anbieter durchsetzen, die der Polizei unmittelbaren Zugriff aus alle Netzwerke bietet.

von Georg Wieselsberger,
20.07.2008 16:43 Uhr

Wie der ORF berichtet, will das österreichische Innenministerium eine "Branchenlösung" für die Internet-Anbieter durchsetzen, die der Polizei unmittelbaren Zugriff aus alle Netzwerke bietet. Neben der Zuweisung von fixen IP-Adressen für überwachte Personen sieht der Entwurf vor, dass an zentraler Stelle bei den Providern eine vom Innenministerium (BMI) gelieferte "Network Bridge" arbeitet, die den Datenverkehr dupliziert, an einen ebenfalls beim Provider stehenden "Sniffer"-Rechner des BMI weiterleitet, der dann entsprechende Daten direkt über VPN an das Ministerium schickt. Die Reaktionen der Provider waren entsprechend negativ, man wolle sich kein "Kistl ins Netz" hängen, dass man nicht selbst abgenommen habe. Allerdings sollen ein UMTS-Anbieter und ein Breitband-Provider bereits ähnliche "Network Bridges" verwenden. Überwacht wurden in Österreich übrigens bei der "Operation Pelztier" zuletzt Handys, E-Mails und der Internetverkehr von "Tierrechtsaktivisten" - als "kriminelle Organisation".

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