Onlive - Spiele-Streaming auf iPhone, iPad und Android

Der Spiele-Streaming-Dienst Onlive möchte demnächst auch mobile Endgeräte erreichen. Die Touchscreen-Steuerung moderner Smartphones sei dabei aber noch eine Herausforderung.

von Daniel Visarius,
20.07.2010 15:07 Uhr

In einem Interview mit der Website CNet.com erläuterte Steve Perlman, der CEO von Onlive, die Zukunft des Spiele-Streaming-Dienstes. Nachdem der Service nach seiner Aussage auf PCs und Macs in den USA stabil laufe, will man im Herbst die so genannte Microconsole auf den Markt bringen. Die kleine Box wird direkt an Netzwerk, Gamepad und Fernseher angeschlossen und erlaubt das Spielen auf Onlive auch ohne PC oder Mac. Zum Preis der Microconsole wollte Perlam aber noch keine Angaben machen. Im Anschluss will Onlive auch Wireless-LAN-Verbindungen unterstützen, was bisher noch nicht der Fall ist.

Perlman würde das Angebot danach gerne auf iPhone, iPad und Android-Smartphones erweitern. Zwar sei er optimistisch, dass Apple die Onlive-Software in den AppStore aufnimmt, sicher sei das allerdings noch nicht. Sollte Apple sich verweigern, werde Onlive zunächst nur für die weniger reglementierten Android-Smartphones erscheinen. In komplexen Spiele sei die Steuerung über die Touchscreen-Display aber noch nicht zu gebrauchen. Ohne das die Publisher entsprechende Anpassungen vornehmen, ließen sich viele Titel nicht vernünftig bedienen.

Weiter plauderte Perlman über den aktuellen Beta-Test mit 1080p-Streams (bisher arbeitet Onlive nur mit 720p, also 1280x720 Pixeln). Es würde funktionieren, sähe auch gut aus, aber die Spieler bräuchten dafür Internetverbindungen, die zuverlässig 10 MBit pro Sekunde übertragen können - doppelt so viel wie bei 720p. Falls der Monitor eines Onlive-Kunden mit weniger als 1080p beziehungsweise 720p auflöst, wird der Stream auf die native Auflösung heruntergerechnet, um Bandbreite zu sparen.

An der fragwürdigen Abopolitik von Onlive will Perlman aber festhalten. Unter anderem garantiert Onlive die Verfügbarkeit einen Spiel selbst bei einem Kauf nur für drei Jahre, außerdem werden Accounts gelöscht, die zwölf Monate nicht genutzt werden.

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