Peter Molyneux - »Wir Spieler wurden durch Facebook- und Mobile-Gaming missbraucht«

Der Game-Designer-Veteran Peter Molyneux hat in einem Interview Verständnis dafür gezeigt, dass viele Spieler dem Social- und Mobile-Gaming eher misstrauisch gegenüber stehen.

von Tobias Ritter,
03.04.2014 09:17 Uhr

Facebook- und Mobile-Spiele haben ihre Nutzer laut Peter Molyneux über Jahre hinweg missbraucht. Es sei an der Zeit, dass sich daran schleunigst etwas ändere, so der Game-Designer.Facebook- und Mobile-Spiele haben ihre Nutzer laut Peter Molyneux über Jahre hinweg missbraucht. Es sei an der Zeit, dass sich daran schleunigst etwas ändere, so der Game-Designer.

In einem Interview mit der englischsprachigen Webseite usgamer.net hat der Branchen-Veteran Peter Molyneux Verständnis für das Misstrauen vieler Spieler gegenüber Mobile-, Social- und Free2Play-Spielen geäußert. Viele Designer hätte sich in der Aussicht auf das schnelle Geld durch ihre Zielgruppen »hindurchgebrannt«, so der Game-Designer.

Trotzdem möchte sich Molyneux aber durch den negativen Ruf solcher Spiele nicht davon abbringen lassen, es selbst in diesem Markt-Segment zu versuchen:

»Wir Spieler wurden durch Facebook- und Mobile-Gaming schon so lange ausgenutzt, aber das bedeutet nicht, dass wir es nicht mehr machen sollten.«

Die Mobile- und Free2Play-Sparte würde jedes Jahr Millionen von neuen Spielern generieren, so Molyneux weiter. Allerdings wären diese neuen Spieler »äußerst ätzenden Free2Play-Modellen ausgesetzt«, von denen sie nur missbraucht würden.

»Ich möchte diese Spieler - wir alle möchten diese Spieler. Diese Industrie hat so lange davon geträumt, eine dominante Entertainment-Industrie zu sein. Die lächerliche Sache daran ist, dass diese Leute Spiele für weniger als 5 Prozent der Zielgruppe entwickeln, und diese dann so harsch und brutal monetarisieren, dass wir uns durch diese Leute hindurch brennen.«

Molyneux möchte es jedoch besser machen und nennt als positive Beispiele DotA 2 und League of Legends, die beide ein äußerst faires Finanzierungsmodell hätten und dennoch Unmengen an Geld generieren würden. Bei dieser Art von Spielen würden die Spieler dazu animiert, Geld in ihr Hobby zu investieren - und in diese Richtung wolle er auch mit Godus. Social-Games wie Candy Crush hingegen würden viel mehr auf den Suchtfaktor setzen.

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