Phoenix Point - XCOM-Erfinder verrät Details zum geistigen Nachfolger

Das Crowdfunding-Projekt Phoenix Point bietet Rundenstrategie wie XCOM. Der Chef-Entwickler hat in einem Interview über das Spiel gesprochen.

von Martin Dietrich,
27.09.2017 13:43 Uhr

Phoenix Point möchte die XCOM-Formel durch globales Management der eigenen Organisation erweitern. Phoenix Point möchte die XCOM-Formel durch globales Management der eigenen Organisation erweitern.

Im Interview mit der PCGamer hat XCOM-Urvater Julian Gollop über sein neustes Projekt gesprochen: Phoenix Point. Das rundenbasierte Strategiespiel wurde über die Crowdfunding-Plattform Fig mit über 750.000 US-Dollar finanziert.

Das Spiel versetzt einen in die Anführer-Rolle des Phoenix Projects, eine Organisation die sich gegen eroberungswütige Aliens stellt. Diese kommen aus dem Meer und verteilen ihren außerirdischen Nebel (»Mist«) über die gesamte Welt. Die Aliens sollen sich laut Gollop, durch zufällige Elemente stetig verändern und anpassen. Wie in der Evolution, setzten sich dann die Mutationen durch, die sich als erfolgreich herausstellen.

Strategie im Geoscape-Format

Einige der Ungeheuer sind nicht nur auf unsere Lebenspunkte aus, sondern greifen gezielt den Geisteszustand der Soldaten an. Ähnlich wie in Darkest Dungeon besitzt jeder Soldat einen solchen Wert. Sollte dieser auf null sinken, gerät die Einheit in Panik und ist unkontrollierbar.

Insgesamt will sich Gollop an XCOM Apocalypse orientieren, an dem er selbst vor 20 Jahren gearbeitet hat:

"Eines der Dinge, die ich mit Phoenix Point tue, ist etwas, was ich bereits in XCOM Apocalypse getan habe. Dort hattest du eine Stadt mit verschiedenen Fraktionen, mit verschiedenen Ressourcen und sie hatten alle eine Beziehung untereinander und du konntest sie ausrauben, ihnen helfen und so weiter."

In Phoenix Point wird man jedoch keine Stadt managen, sondern ist mit seiner Organisation auf der ganzen Welt unterwegs und kommt in Kontakt mit insgesamt drei Fraktionen. Diese drei Fraktionen unterscheiden sich deutlich voneinander und bieten unterschiedliche Ressourcen, Technologien und Klassen für die eigenen Soldaten. »New Jericho« ist eine militärisch geführte Fraktion, die versucht alle Aliens auszulöschen. Friedlicher geht es »Synedrion« an, die durch Wissenschaft und Diplomatie mit den Aliens gemeinsam leben wollen. Die letzte Fraktion sind die »Disciples of Anu«, ein religiöser Kult. Sie versuchen, mit den Außerirdischen zu kommunizieren.

Phoenix Point soll neben den normalen Gegner auch größere Bossgegner bieten. Phoenix Point soll neben den normalen Gegner auch größere Bossgegner bieten.

Die Fraktionen

Als Spieler hat man die Wahl mit den drei Gruppen zu handeln, sie zu berauben oder sich mit ihnen zu verbünden. Die Fraktionen sind sich untereinander jedoch nicht grün und bekämpfen sich. Sollte man sich auf eine Seite schlagen, verärgert man dadurch möglicherweise die andere.

Der Entwicklerchef möchte aber keine statischen Spielziele bieten und unterschiedliche Herangehensweise erlauben. So sollen Spieler alle Parteien ausrauben können, sie mit diplomatischen Geschick untereinander ausspielen oder mit genügend Rohstoffen ihnen alle wichtigen Technologien abkaufen. Natürlich soll dann auch eine Kombination aus allem möglich sein.

Phoenix Point in der Vorschau

Mehrere Lösungswege möglich

Diese Philosophie soll sich auch in den rundenbasierten Kämpfen wiederspiegeln und durch dynamische Missionsziele glänzen. Sollten wir nämlich feststellen, dass unser Auftrag eine bestimmte Technologie zu stehlen, zu schwierig ist, können wir uns auch dafür entscheiden, sie zu zerstören. Diese Entscheidung hat dann wiederum Auswirkungen auf das restliche Spiel.

Wer allerdings glaubt, die Alienbedrohung in aller Ruhe auszusitzen, den muss Gollop enttäuschen. Die außerirdischen Angreifer kommen ihrem Ziel, die gesamte Erde zu unterjochen jeden Tag näher. Daher schwebt über allen Aktionen ein Zeitdruck. Gollop erklärt, dass man nie alle Möglichkeiten in einem Spieldurchgang erledigen kann, sondern sich entscheiden muss.

Der Entwickler sprach vor einigen Tagen auch auf der britischen Spielemesse EGX und stellte dort seinen »XCOM-Nachfolger vor. Ab Minute 25:20 sieht man, wie sich Phoenix Point auf der Weltkarte in etwa spielen wird.

Phoenix Point hat bisher keinen festen Release-Termin, soll aber nach aktuellen Planungen im vierten Quartal 2018 erscheinen.

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