Phoning Home - Endlich ein Survival-Spiel für Einzelspieler

Phoning Home hat niedliche Roboter und eine interessante Story, nur spielerisch will das Survival-Abenteuer nicht so recht zünden. Trotzdem könnte es gerade für Einzelspieler interessant werden.

von Elena Schulz,
07.02.2017 19:06 Uhr

Phoning Home: das Adventure macht Survival im Singleplayer interessant.Phoning Home: das Adventure macht Survival im Singleplayer interessant.

»E.T. nach Hause telefonieren« oder so ähnlich. In Phoning Home sind wir in einer misslichen Lage: Als kleiner Roboter ION stranden wir auf einem fremden Planeten und müssen nach einer Bruchlandung erst das zerstörte Raumschiff wieder auf Vordermann bringen. Nur so können wir Kontakt zu seiner Heimatwelt aufnehmen!

Bevor uns das gelingt, müssen wir aber erst einmal die neue Welt erkunden und stellen nach den ersten zwei Spielstunden fest - Phoning Home hat großartige Ideen, wird ihnen spielemechanisch aber nicht gerecht. Zumindest nicht im Vergleich mit anderen Survival-Spielen wie Ark: Survival Evolved. Vielleicht muss Phoning Home das aber auch gar nicht leisten.

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Wie C3PO und R2D2

Klar, spielerisch ist es sehr stumpf: Die typischen Survival-Mechaniken Ressourcen sammeln, Kämpfen und Craften sind so vereinfacht wie möglich, Gefahren gibt es so gut wie keine und wenn, kann man ihnen leicht ausweichen.

Dafür hebt aber der Protagonist das Spiel angenehm von anderen Survival-Spielen ab: ION erinnert optisch ein wenig an den Disney-Pixar-Roboter WALL-E mit einer Prise E.T. und ist ebenso knuddelig anzuschauen. Und er harmoniert perfekt mit der vertonten Schiffs-KI. Die hat als IONs einziger Gefährte die liebenswert verkopfte Art eines C3PO, der R2D2 etwas klarmache möchte. Herrlich! Die deutsche Version ist übrigens ebenso großartig von der Sprecherstimme von Kevin Spacy vertont.

Die Erzählstimme aus dem Off präsentiert zudem das eigentlich Herzstück des Spiels: Die Geschichte. Untypisch für ein Survival-Spiel gibt es sogar Story-Sequenzen. Die zeichnen zusammen mit rätselhaften Portalen und anderen Hinweisen ein spannendes Bild von einer untergegangenen Alien-Zivilisation. Die Abwesenheit von Gegnermassen unterstreicht noch das Gefühl von Isolation auf einem fremden Planeten.

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Das Survival-Spiel für Einzelspieler

Im Laufe der Story macht der niedliche Roboter ANI (eine Mischung aus WALL-E und BB8) das Trio schließlich komplett. Viel wichtiger als die simplen Kampf- oder Sammelmechaniken ist dann die Dynamik zwischen den Figuren, die mit Witz und Charme präsentiert wird. Etwas, das andere Survival-Spiele vermissen lassen. Abseits von Spielmechaniken und sozialer Interaktion zwischen den Spielern existiert in dem Bereich nur selten etwas.

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Genau hier liegt die Chance von Phoning Home verborgen. Es krempelt das Survival-Genre nicht um, ist aber für Story-Fans eine gute Einstiegsmöglichkeit ins Genre: Es ist nicht zu komplex, erzählt seine Geschichte liebevoll und ist anders als Ark: Survival Evolved und Conan Exiles vor allem nur allein spielbar. Spieler können sich seit dem heutigen 7. Februar selbst davon überzeugen. Das Spiel ist nicht wie viele Survival-Kollegen noch im Early Access, sondern bereits fertig und für 17,99 Euro zu haben.

Phoning Home - Launch-Trailer zum Survival-Adventure mit WALL-E-Roboter 1:37 Phoning Home - Launch-Trailer zum Survival-Adventure mit WALL-E-Roboter


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