Pioneer DVR-A03

Grundsolide Technik und feinste Verarbeitung machen den DVR-A03 zu einer echten Hardware-Perle, wenn auch einer sehr teuren.

23.02.2002 00:00 Uhr

Die Firma Pioneer trägt ihren Namen im Zusammenhang mit der DVD-Technik nicht umsonst. Bereits vor mehr als einem Jahr brachte der Hersteller den ersten Authoring-Brenner zum Preis von rund 10.000 Mark auf den Markt, für damalige Verhältnisse ein Sonderangebot. Jetzt kommt eine Consumer-Variante mit leichten Einschränkungen dazu. Zwar ist der Preis mit etwa 1.800 Mark immer noch hoch, dafür bietet der DVR-A03 aber auch Technik vom Allerfeinsten.

Der DVR-A03 verarbeitet alle DVD- und CD-Formate, die momentan erhältlich sind. Im CD-R-Modus ist die Brenngeschwindigkeit 8-fach, für CD-RWs 4-fach. DVDs bearbeitet er mit 2-fachem Speed. Das klingt sehr gering, entspricht aber einem Datendurchsatz von rund 2,6 MByte pro Sekunde; für einen CD-Brenner würde das aber mehr als 16-fache Geschwindigkeit bedeuten. Für eine 4,7 GByte-Daten-DVD benötigte der DVR-A03 knappe 35 Minuten, mit der DVD-RW dauerte es eine Minute länger. Schade nur, dass die wieder beschreibbaren Medien ausschließlich im Brenner selbst lesbar sind; kein einziges DVD-ROM-Laufwerk konnte die Datenspur des RW-Mediums interpretieren. Einmal beschreibbare DVDs zeigten hingegen keine Probleme mit der Kompatibilität. Die Lesegeschwindigkeiten liegen für solch ein vielseitiges Kombigerät noch in einem akzeptablen Rahmen: DVD 4-fach, CD 12-fach.

Der Anschluss des Testgeräts klappte ohne Probleme, Windows erkannte das IDE-Gerät sofort. Als Brennsoftware liegt Instant-CD/DVD von VOB dem Brenner bei, das alle Funktionen des DVR-A03 unterstützt. Neben Anschlusskabeln und Schrauben befinden sich auch fünf DVD-R- und ein DVD-RW-Medium mit im Paket. Als Minimum benötigen Sie einen PC der 300-MHz-Klasse, die Software läuft auf Windows 98/2000/NT. Beim Probelauf zeigte sich der DVR-A03 konsequent: Eine DVD-Kopie lehnte er kategorisch ab. Ansonsten gelangen alle Brennvorgänge ohne Datenabriss.

Der DVR-A03 zeigt die Richtung, in die sich moderne Speichertechnik in den nächsten Jahren bewegen wird. Für die meisten Anwender lohnt sich der Kauf wegen der recht hohen Folgekosten sicher noch nicht. Um ihn nur als CD-Brenner zu "missbrauchen", ist der Anschaffungspreis wiederum zu hoch. Hobbyfilmer werden allerdings ihre Freude damit haben. Somit bleibt der Pioneer-Brenner ein Vorzeigestück für aktuelle Technik, wie alle diese Geräte extrem vielseitig, aber auch teuer. (Getestet in Ausgabe 09/01)


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