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Piranha 3D - Das erste 3D-Aquarium

Reiner Blödsinnshorror und auch noch stolz darauf: Piranha 3D spaltet die Gemüter, funktioniert aber auf seine Weise bestens. Warum lesen Sie in unserer Filmkritik.

von Christian Mester,
15.10.2010 15:40 Uhr

Als der französische Filmemacher Alexandre Aja 2003 seinen blutigen High Tension vorstellte, löste der damals 25jährige damit eine regelrechte Trendwelle aus. Plötzlich folgten zahlreiche andere Horrortitel aus dem Land des Eiffelturms, darunter Martyrs, Frontieres und Them, die vor allem in den USA für Furore sorgen konnten. Für Aja selbst lief es prächtig, durfte er kurz darauf das The Hills have Eyes-Remake und Mirrors mit Kiefer Sutherland drehen. Er machte sich langsam aber sicher einen Namen für gute, ernste Genretitel, bis er dann 2009 auf die Idee kam, mal etwas völlig anderes auszuprobieren.

Wie Barracuda und Orca war Piranha 1978 eine relativ einfallslose, dreiste Nachmache von Spielbergs Megaerfolg Der weiße Hai, die damals als einzige gut angenommen wurde. Das Publikum lobte Joe Dantes Film dafür, ein unterhaltsamer Spaß zu sein, der sich bewusst nicht ernst nahm. Drei Jahre später folgte Piranha 2: Fliegende Killer, James Camerons erster Film, in dem die beißwütigen Fische wie Vögel an Land herumflogen und den Blödsinn auf die Spitze trieben. Abgesehen von einem schwachen Fernseh-Remake in den Neunzigern wurde es dann lange still um die nimmersatten Fische, bis ausgerechnet Piranha-2-Regisseur Cameron den 3D-Wahn mit Avatar auferstehen ließ. Aja hielt es für die ideale Gelegenheit, einen späten dritten Teil in die Kinos zu bringen.

Fischfutter

Im kleinen Städtchen Rocky Springs ist der Teufel los, denn mit Beginn der Sommerferien finden sich hunderte Jugendliche in der beliebten Küstenstadt ein, um ausgelassen am angrenzenden See zu feiern. Zwischen Jetskis und Gummireifen trinken und tanzen sie wie üblich, was das Zeug hergibt und sind damit jährlich ein Dorn im Auge des örtlichen Sheriffs (Elizabeth Shue).

So richtig problematisch wird es, als prähistorische Superpiranhas aus einer unterirdischen Höhle in den See gelangen und sich ausgehungert auf die ahnungslosen Schwimmer stürzen. Mit Schrecken stellt die toughe Polizistin daraufhin fest, dass auch ihr Sohn auf dem Wasser ist. Unter der Fuchtel eines aalglatten Filmproduzenten (Jerry O’Connell) nimmt er an einem Pornodreh auf einem Boot teil.

Piranha 3D - Bilder zum Kinofilm ansehen

Es ist angerichtet

Piranha 3D ist ein Film, der die Gemüter spalten wird. Viele werden ihn als albernen Trash sehen, da die Handlung hauchdünn ist und der Regisseur sich nicht ansatzweise darum bemüht, jemals echte Spannung aufzubauen. Viele Genretitel hegen zwar keinen großen Anspruch, doch bei Piranha geht es ins Extrem: Nachdem das Szenario kurz vorgestellt wird, geht es nur noch um nackte Brüste und schwarzhumoriges Abmetzeln.

Andererseits zielt der Film damit auf ein ganz bestimmtes Publikum ab. Er will nicht allen gefallen oder gar ernsten Titel Konkurrenz sein. Es ist reiner Blödsinnshorror und ist stolz darauf. Aja will bevorzugt angetrunkene Männergruppen im Kino sehen, die sich über Bikinibräute freuen und gern gemeinsam über übertriebenen Horror lachen. Piranha 3D funktioniert auf diese Weise größtenteils ganz gut, da Aja die Splatter-Party kompetent und kurzweilig inszeniert. Das Tempo bleibt stets hoch und lässt keine Langeweile aufkommen.

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